Medikamentenhilfe München

12.01.2012 08:37

Günstigere Arzneimittel für Menschen mit München-Pass

Am Mittwoch, den 11.1.2012 stellten die Landes­hauptstadt München, die Krisen- und Lebens­beratung Münchner Insel, die BLAK und die Kassen­ärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) das Projekt Medikamenten­hilfe München der Öffentlichkeit vor. Insgesamt 21 Münchner Apotheken nehmen an der Medika­menten­hilfe teil. Sie haben sich bereit erklärt, nicht-ver­schreibungs­pflichtige Arzneimittel an nachweislich bedürftige Personen günstiger abzugeben. Dafür benötigen die Kunden ein grünes Rezept vom Arzt sowie den München-Pass. Die Pressekonferenz zum Projektstart war gut besucht.

Die Idee

Arzneimittel der Selbst­medikation sind in der Regel nicht Teil des Leistungs­katalogs der GKV und werden damit nicht erstattet. Für Menschen, die beispiels­weise auf Arbeits­losen­geld angewiesen sind oder von der Grund­sicherung leben, können die anfallenden Kosten für nicht-verschreibungs­pflichtige Arzneimittel eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Deshalb ist jetzt das Projekt Medikamenten­hilfe München ins Leben gerufen worden. „Menschen, die krank sind, müssen Zugang zu den Arznei­mitteln haben, die sie brauchen. Die Medikamenten­hilfe München leistet hier einen entscheidenden Beitrag“, sagt Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt, bei der Vorstellung des Projekts im Münchner Rathaus.

Das Prozedere

Insgesamt 21 Apotheken in verschiedenen Münchner Stadt­teilen nehmen an der Medikamenten­hilfe teil. Sie haben sich bereit erklärt, zunächst für die Dauer eines Jahres nicht-verschreibungs­pflichtige Arzneimittel an nachweislich bedürftige Personen günstiger abzugeben. Dafür benötigen die Kunden ein sogenanntes „grünes Rezept“ (oder ein Privatrezept), das der Arzt ausstellt, sowie den München-Pass. Mit beiden Dokumenten bekommen Münchner dann in den teilnehmenden Apotheken die Arzneimittel günstiger. „Die Höhe des Rabattes ist den Apotheken überlassen. In der Regel handelt es sich jedoch um eine Vergünstigung von mindestens 20 Prozent auf den Verkaufs­preis der Apotheke“, erklärt Thomas Benkert, Präsident der BLAK, der mit seiner eigenen Apotheke an der Medikamenten­hilfe München beteiligt ist. „Ich möchte allen 21 Apotheken meinen aufrichtigen Dank für diese großzügige Geste aussprechen. Sie übernehmen damit soziale Verantwortung für ihre Umgebung und tragen dazu bei, dass die Präsenz­apotheke für jeder­mann eine wohnort­nahe Anlaufstelle bei Gesundheits­fragen bleibt - unabhängig von der wirtschaftlichen Situation des Patienten.“

Informationen über Projekt-Apotheken

In einem Flyer, der unter anderem in der Stadt­information im Münchner Rathaus und in Münchner Sozial­ein­richtungen erhältlich ist, können sich Münchner über die Medikamenten­hilfe informieren. In dem Flyer sind auch die teil­nehmenden Apotheken aufgeführt und es wird zudem ausführlich erklärt, wo und wie der München-Pass erhältlich ist. Eine stets aktuelle Liste der teilnehmenden Apotheken finden Sie auch unter www.muenchen.de/medikamentenhilfe.

Flyer Medikamentenhilfe München

Sie möchten auch teilnehmen?

Sie möchten mit Ihrer Apotheke in die Liste der teil­nehmenden Apotheken aufgenommen werden? Sie möchten soziale Verantwortung für bedürftige Mitbürger in München übernehmen? Kontaktieren Sie dazu bitte direkt die Landes­haupt­stadt München

Frau Susann Schmidt
Referat für Gesundheit und Umwelt der Landes­hauptstadt München
Telefon: 089/ 233 47544
E-Mail: versorgung-pflege.rgu@muenchen.de