Notfallinformationen
Im Notdienst, aber auch zu üblichen Geschäftszeiten kann es vorkommen, dass Arzneimittel in Ihrer Apotheke verlangt werden, die Sie nicht oder nicht in ausreichender Menge vorrätig haben. Damit die Apotheken in Notfällen schnell und unbürokratisch handeln können, haben wir alles Wissenswerte für Sie zusammengestellt.
Notfalldepots
In zehn Notfalldepots in Bayern werden seltene oder im Krankheitsfall unmittelbar erforderliche Sera und Impfstoffe vorrätig gehalten. Die Präparate können in dringenden Fällen von der anfordernden Apotheke rund um die Uhr abgeholt werden. In der „Gelben Tafel“ finden Sie die Adressen der Notfalldepots, alle dort eingelagerten Präparate, grenznahe Notfalldepots, die Giftinformationszentren in Deutschland sowie Erläuterungen zum Procedere der Entnahme durch die Apotheke.
Notfalldepots in Bayern (Gelbe Tafel)
Vergiftungen
Bei Vergiftungen ist schneller Rat unerlässlich. Aus diesem Grund müssen Sie bestimmte Notfallmedikamenten (Antidote) in der Apotheke vorrätig halten. Eine Übersicht gibt die „Grüne Tafel“. Die Giftinformationszentren für Vergiftungsfälle in Deutschland geben schnell und kompetent Auskunft.
Kerntechnische Unfälle
Beim Austritt von Radioaktivität können Kaliumjodid-Tabletten bei einer zeitgerechten Einnahme die Schilddrüse vor radioaktivem Jod schützen, das durch Atmung oder Nahrung in den Körper gelangt. Im Fall eines kerntechnischen Unfalls können die Katastrophenschutz-Behörden die Einnahme von Kaliumjodid-Tabletten anordnen. Diese werden dann über Apotheken ausgegeben.
Merkblätter zur Verwendung von Jodtabletten
Notfallnummern der Großhandlungen
Für die außerplanmäßige Bestellung von Arzneimitteln im absoluten Notfall haben die pharmazeutischen Großhändler Notfallnummern eingerichtet. Notfälle sind zum Beispiel Epidemien, große Unglücksfälle oder Erkrankungen, bei denen großflächig Chemoprophylaxe erforderlich ist. Es muss also eine mehrfache Betroffenheit bzw. Gefährdung gegeben sein.
Notfalltelefonnummern der Großhandlungen
Apotheken-Notdienst
Haben Sie im Einzelfall Arzneimittel nicht oder nicht in ausreichender Menge vorrätig, können Sie benachbarte Apotheken oder notdienstbereite Apotheken aus benachbarten Notdienstkreisen kontaktieren.
Apotheken-Notdienstplan für Bayern
Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Außerhalb der Sprechzeiten der bayerischen Arztpraxen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 01805 ‑191212. Weitere Informationen über den Bereitschaftsdienst der Ärzte in Ihrer Regionen finden Sie auf www.kvb.de.

