Apotheker in Bayern raten: Blutdrucksenker nicht ohne Rücksprache absetzen

09.11.2016 10:18


München, den 9. November 2016;  Hoher Blutdruck schadet den Gefäßen. Krankheiten wie Herzinfarkt, Nierenversagen oder Schlaganfall können entstehen. Es gibt wirksame Medikamente gegen Bluthochdruck, aber viele Patienten nehmen diese nicht wie vorgesehen ein: „Viele Patienten mit Bluthochdruck fühlen sich subjektiv gesund. Die Wichtigkeit der regelmäßigen Medikamenteneinnahme ist somit nicht auf den ersten Blick erkennbar, deshalb werden die verordneten blutdrucksenkenden Arzneimittel oft nur unregelmäßig eingenommen oder gar eigenmächtig ganz abgesetzt“, so Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern. „Aber die Therapietreue  ist für Behandlung von Bluthochdruck sehr wichtig.“

Durch die  medikamentöse Behandlung  verschlechtert sich aus Patientensicht oftmals die Lebensqualität: Die Patienten fühlen sich müde oder weniger leistungsfähig. Hinzu kommen je nach eingenommenem Wirkstoff Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder  Wadenkrämpfe. „Ja, das stimmt. Diese Beschwerden können auftreten“, sagt Apotheker Dr. Volker Schmitt, „aber viele Nebenwirkungen lassen sich durch die Auswahl eines anderen Wirkstoffs oder durch eine andere Wirkstoffkombination vermeiden oder zumindest verringern. Deshalb sollten Bluthochdruckpatienten offen mit ihrem Arzt oder Apotheker über Nebenwirkungen sprechen.“
Wenn Patienten Fragen zu ihren Medikamenten oder deren Anwendung haben, können sie sich jederzeit an die Apothekerin oder den Apotheker vor Ort wenden.

„Blutdrucksenker sind lebensverlängernde Arzneimittel. Wer also lange und gesund leben will, sollte seinen Bluthochdruck behandeln lassen, denn mit der Senkung erhöhter Blutdruckwerte sinkt die Gefahr für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenschäden und weitere Krankheiten. Bereits kleine Änderungen verbessern das Krankheitsrisiko deutlich“, so Apotheker Dr. Volker Schmitt. „Deshalb ist es wichtig, dass die Patienten die verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen.“