Bayerischer Apothekertag 2017 in Würzburg: Die Apotheke – ein Arbeitsplatz mit vielen Facetten

04.05.2017 13:26

Würzburg, den 5. Mai 2017  Mehr als 156.000 Men­schen arbei­ten deutsch­land­weit in öffent­lichen Apo­the­ken. Etwa ein Drittel sind Apo­the­ke­rinnen und Apo­the­ker. Zwei Drittel arbei­ten als Pharma­zeu­tisch–Tech­nische Assis­ten­ten (PTA) oder Pharma­zeu­tisch-Kauf­män­nische-Ange­stell­te (PKA). „Öffent­liche Apo­the­ken bieten moti­vier­ten jungen Men­schen mit der ent­spre­chen­den Aus­bildung einen ab­wechs­lungs­reichen, ver­ant­wor­tungs­vollen und zu­kunfts­siche­ren Beruf“. Darauf macht Thomas Benkert, Präsi­dent der Baye­rischen Landes­apo­the­ker­kammer, an­läss­lich des heute in Würz­burg begin­nen­den Baye­rischen Apo­the­ker­tages auf­merk­sam. „Dabei sind sowohl die Aus­bildung als auch die Tätig­keits­schwer­punkte in der Apo­the­ke bei PTA, PKA und Apo­the­kern recht unter­schied­lich.“

For­schen, bera­ten, managen – die Pharma­zie bietet viele Berufs­mög­lich­keiten
Apo­the­ke­rinnen und Apo­the­ker sind Spezia­listen für alle Fragen rund um Arznei­mittel. Wer in einer öffent­lichen Apo­the­ke arbei­tet, klärt die Patien­ten deshalb über mög­liche Neben- und Wech­sel­wirkun­gen auf oder gibt Hin­weise zur richti­gen Ein­nahme. Zu­sätz­lich bera­ten Apo­the­ke­rinnen und Apo­the­ker indivi­duell zu allge­meinen Ge­sund­heits­fragen wie Reise­impfung, gesunde Ernäh­rung oder Haut­pflege und stellen Indivi­dual­rezep­turen her.
„Pharma­zeuten arbei­ten nicht nur in der öffent­lichen Apo­the­ke, sondern auch in der For­schung, Indus­trie, in Kran­ken­häusern oder bei der Bundes­wehr“, erklärt Dr. Hans-Peter Hub­mann, Vorsit­zen­der des Baye­rischen Apo­the­ker­ver­bandes.
Das Pharma­zie-Stu­dium, das in Bayern an den Uni­versi­täten in Erlan­gen-Nürn­berg, München, Regens­burg und Würz­burg  ange­boten wird, dauert acht Semes­ter.

PTA – die rechte Hand des Apo­the­kers
„Wer gut mit Men­schen um­gehen kann, sich für medi­zini­sche und natur­wissen­schaft­liche Fragen interes­siert und gerne im Labor arbei­tet, hat als PTA einen ab­wechs­lungs­reichen Beruf“, sagt Kammer­präsi­dent Benkert. In der öffent­lichen Apo­the­ke ist die PTA neben den Apo­the­kern die ein­zige Kraft, die Kunden zu ver­schrei­bungs­pflich­tigen und rezept­freien Arznei­mitteln bera­ten darf. Außer­dem stellen PTA indivi­duell abge­stimm­te Rezep­tur­arznei­mittel her.
Wer Pharma­zeu­tisch-Tech­nischer Assis­tent/innen (PTA) werden will, be­sucht zwei Jahre lang eine Berufs­fach­schule mit an­schlie­ßen­dem halb­jähri­gem Prakti­kum in einer Apo­the­ke.

PKA – Organi­sations­talent und kauf­män­nisches Denken sind gefragt
Von der PKA hängt in der öffent­lichen Apo­the­ke vieles ab: Sie managt die Waren­wirt­schaft, gestal­tet die Schau­fens­ter und den Ver­kaufs­raum. „Die PKA ist dafür verant­wort­lich, dass jeden Tag die benö­tig­ten Arznei­mittel in der Apo­the­ke vorhan­den sind bzw. schnell besorgt werden können. Sie hat somit große Bedeu­tung für die Versor­gung der Patien­ten“, erklärt Hans-Peter Hub­mann, 1. Vorsit­zen­der des Baye­rischen Apo­the­ker­verban­des. Außer­dem berät sie die Kunden vor allem in den Berei­chen Kosme­tik und Kör­per­pflege.
Um Pharma­zeu­tisch-Kauf­män­nische/r Ange­stell­te/r (PKA) zu werden, durch­läuft man eine duale Ausbil­dung, die drei Jahre dauert und in Berufs­schule und Apo­the­ke absol­viert wird.

Gute Berufs­aus­sichten:
Wer sich für einen Beruf in der Apo­the­ke ent­schei­det, kann sich über her­vor­ragen­de Berufs­aus­sichten in der öffent­lichen Apo­the­ke freuen. Zudem sorgen flexib­le Arbeits­zeiten und fami­lien­freund­liche Teil­zeit­modelle dafür, dass sich Familie und Beruf ideal kombi­nieren lassen.
Interes­sierte Schul­absol­venten können sich auf der Web­seite www.apotheken-karriere.de über die unter­schied­lichen Berufe in der öffent­lichen Apo­the­ke infor­mieren. Alle wich­tigen Informa­tionen zur PTA-Aus­bildung in Bayern sind auf www.ptaschule.de zu finden.

Ihr Presse­kontakt:
Martha Binder
Baye­rische Landes­apo­the­ker­kammer
Tel.: 0157 30915348

Thomas Metz
Baye­rischer Apo­the­ker­ver­band e.V.
Tel.: 0173 9759100