Hitze macht den Beinen zu schaffen – Apotheker in Bayern geben Tipps zur Venengesundheit

05.07.2017 12:24


München, den 5. Juli 2017 Viele Menschen in Bayern leiden bei heißen Temperaturen unter geschwollenen und schmerzenden Füßen oder Beinen. „Das sind typische Alarmzeichen für ein Venenleiden“, sagt Apotheker Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern und gibt nützliche Tipps, was man gegen müde Beine unternehmen kann:


„Um die Beine zu entlasten, sollte man sich besonders im Sommer ausreichend bewegen“, so Schmitt: Nutzen Sie das schöne Wetter, um sportlich aktiv zu werden und Ihre Beine fit zu machen. Viele sanfte Sportarten wie Schwimmen, Walken, Wandern, Radfahren und Tanzen sind ideal, um die Venen zu trainieren. Wichtig ist auch, dass Sie mehr Bewegung in den Alltag einbauen, wie zum Beispiel die Treppe statt den Aufzug zu nehmen, beim Telefonieren öfter mal hin und her gehen oder Besorgungen zu Fuß erledigen. Ein Tipp für alle, die beruflich viel Sitzen oder Stehen müssen: Immer mal wieder die Füße kreisen lassen und zwischen Ferse und Ballen hin und her wippen.“


Viel Trinken und gesunde Ernährung


Apotheker Schmitt: „Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee, damit das Blut besser durch die Venen fließen kann. Auch Vitamin C aus Kiwis und Paprika hält das Blut flüssig.“


Kneipp-Kuren, Kompressionsstrümpfe und Medikamente können helfen

Wenn die Waden am Abend geschwollen sind, jucken oder schmerzen, verschaffen ein kühlendes Bad oder Wadenwickel Linderung. Wenn man die Beine zusätzlich hochlagert, fließt das Gewebswasser besser ab. Auch Kneipp´sche Anwendungen wie Knieguss oder Wassertreten haben einen positiven Effekt auf die Venen. Regelmäßig angewandt können sie das Wohlbefinden und die Gesundheit erheblich steigern.

Um die Venen zu entlasten, hat sich vor allem das Tragen von Kompressionsstrümpfen bewährt. Sie sind mit ihren modischen Farben und ihrem angenehmen Material von normalen Feinstrumpfhosen kaum noch zu unterscheiden. Damit sie optimal passen und ihre Wirkung entfalten, werden sie in der Apotheke individuell angemessen. „Wichtig ist allerdings, dass sie konsequent getragen werden – auch jetzt im Sommer“, so Apotheker Schmitt.
Venenschwäche kann auch medikamentös behandelt werden: Schmitt: „Bei beginnender Venenschwäche empfehle ich Tabletten und Dragees mit Pflanzenextrakten aus Rosskastanie oder rotem Weinlaub. Salben, Cremes oder Gele haben meist keinen positiven Effekt auf Venenerkrankungen. Sie können die Behandlung mit Kompressionsstrümpfen höchstens unterstützen. Am besten ist eine Beratung vor Ort in der Apotheke“.


Bei Krampfadern, offenen Füssen oder ekzemartigen Hautveränderungen ist die Grenze der Eigenbehandlung erreicht. „Hier sollte umgehend der Arzt aufgesucht werden“, rät Apotheker Schmitt.