Mittlere Reife – was dann? Pharmazeutisch-Technische Assistentin: Ein Beruf mit Zukunft

06.06.2016 10:16

München, den 6. Juni 2016 Derzeit bereiten sich viele bayerische Realschüler auf die Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife Ende des Monats vor. Für die Schulabsolventen heißt das auch, sich Gedanken über die Berufswahl zu machen.
„Wer keinen stereotypen Bürojob sucht, sondern mit und für Menschen in vielen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern arbeiten will, der ist als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in genau richtig“, sagt Dr. Volker Schmitt Pressesprecher der Apotheker in Bayern anlässlich des bundesweiten Tags der Apotheke am 7.Juni.
„Denn neben Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein sind bei den PTA auch Einfühlungsvermögen und Spaß am Umgang mit Menschen gefragt. Schließlich geht es um die wichtigste Sache der Welt – die Gesundheit.“

Vielfältige Tätigkeit:
In der öffentlichen Apotheke sind die PTA neben den Apothekern die einzige Kraft, die Kunden zu verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Arzneimitteln pharmazeutisch beraten dürfen. Sie erklären den Kunden auch die Handhabung von Medizinprodukten wie Inhalationsgeräten, Milchpumpen, Insulin-Pens und anderen Hilfsmitteln. Außerdem sind sie in der Ernährungsberatung und in der kosmetischen Beratung tätig.
Aber neben der Beratung umfasst das Aufgabenspektrum noch viele weitere Bereiche: Im Labor prüfen PTA die bestellten Ausgangsstoffe, aus denen sie dann für den Kunden individuell abgestimmte Rezeptur-Salben oder -Cremes, Augentropfen, Zäpfen, Kapseln und Teemischungen herstellen. Außerdem unterstützen sie die Apotheker in der Sortimentspflege und bei kaufmännischen Aufgaben.

Umfangreiche Ausbildung:
Voraussetzung für die 2 ½ -jährige Ausbildung als PTA ist ein Realschul- oder gleichwertiger Abschluss. Zuerst besucht man zwei Jahre lang eine Fachschule. Neben den theoretischen Fächern findet auch viel praktischer Unterricht statt. So werden zum Beispiel im Botaniklabor Teemischungen analysiert, im Chemielabor  Arzneimittel geprüft und im Galeniklabor Rezepturen hergestellt. Die schulische Ausbildung endet mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. An die Ausbildung in der PTA-Schule schließt sich die praktische Ausbildung in der Apotheke an.

Gute Berufsaussichten:
Wer sich für den PTA-Beruf entscheidet, kann sich über hervorragende Berufsaussichten in der öffentlichen Apotheke freuen. Zudem sorgen flexible Arbeitszeiten und familienfreundliche Teilzeitmodelle dafür, dass sich Familie und Beruf ideal kombinieren lassen.
Aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung sind PTA aber nicht nur in der öffentlichen Apotheke, sondern z. B. auch in Krankenhausapotheken, in der Industrie, an der Universität oder in Verwaltungen tätig.

Alle wichtigen Informationen zur PTA-Ausbildung in Bayern sind auf www.ptaschule.de zu finden.