Urlaub trotz chronischer Krankheit – Apotheker in Bayern beraten bei der individuellen Zusammenstellung der Reiseapotheke

06.05.2016 10:19

München, den 6. Mai 2016;  Kurz vor den Pfingstferien steigt bei vielen Familien wieder das Reisefieber. „Gerade wenn chronisch kranke Menschen in den Urlaub fahren, sollten sie rechtzeitig an die Reiseapotheke denken“, sagt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern und gibt den dringenden Rat an alle, die regelmäßig Medikamente einnehmen: „Besorgen Sie sich rechtzeitig ausreichende Vorräte. Kaufen Sie keine Medikamente im Urlaubsland – auch wenn sie noch so billig erscheinen! Das könnten lebensgefährliche Schnäppchen sein, denn Arzneimittelfälschungen sind weltweit ein wachsendes Problem. Deshalb sollten Sie gerade Medikamente, die Sie ständig brauchen, unbedingt in ausreichender Menge dabei haben.“

Inhalt der Reiseapotheke:
Neben der Medikamente, die chronisch Kranke regelmäßig einnehmen, gehören zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, sowie eine sterile Pinzette, eine saubere Schere, ein bruchsicheres digitales Fieberthermometer, wasserfeste Pflaster, einige sterile Wundkompressen und  Mullbinden. Außerdem sollte man auf jeden Fall Desinfektionsmittel für die Haut, eine Wundsalbe und eine Brandsalbe (für Sonnenbrand, Insektenstiche) einpacken.

Bei Flügen Handgepäckregelung beachten:
Arzneimittel im aufgegeben Gepäck können während eines langen Fluges im Gepäckraum Temperaturen von unter 0° C ausgesetzt sein. Ein Einfrieren kann aber z.B. Insuline wirkungslos machen. Daher gehören empfindliche und regelmäßig benötigte Arzneimittel ins Handgepäck. Dort dürfen aber pro Behältnis nur 100 ml Flüssigkeit mitgenommen werden. Für dringend benötigte Arzneimittel und Spezialnahrung gelten Ausnahmeregelungen. „Damit Sie Ihre Medikamente auch mitführen dürfen, kann Ihnen die Apotheke eine in englischer Sprache ausgestellte Bescheinigung ausstellen, die Sie am Flughafen vorlegen können“, sagt Apotheker Dr. Volker Schmitt.

Arzneimittel für Sonneneinstrahlung schützen
Für Reisen in heiße Länder sind Lösungen oder Tabletten besser geeignet als Zäpfchen und Cremes. Apotheker Dr. Volker Schmitt: „Wichtig ist, dass alle Medikamente vor Sonnenbestrahlung geschützt und wasserfest verpacket werden. Auch Diabetiker sollten ihr Insulin vor zu hohen Temperaturen schützen.“

Reiseberatung in der Apotheke
Immer mehr Apotheken bieten ihren Patienten als Zusatzleistung eine Reiseberatung an: Die heilberufliche Reiseberatung geht auf die individuellen Bedürfnisse des Reisenden ein, nicht nur allgemein auf das Reiseland. Zu einer Reiseberatung gehören laut Apotheker Dr. Volker Schmitt auch eine Reise-Impfberatung und die Empfehlung einer ärztlich verordneten Malariaprophylaxe.