Vertrag und Versicherung

Das Praktische Jahr gliedert sich in 6 Monate, die in einer öffentlichen Apotheke absolviert werden und weitere 6 Monate, die wahlweise auch in einer Krankenhaus-Apotheke, der pharma­zeutischen Industrie, einem Universitäts­institut oder anderen Institutionen abgeleistet werden können. Während dieser Zeit sind Sie kein Student mehr, aber immer noch in der Ausbildung. Als PhiP arbeiten Sie ganztägig und unter Aufsicht eines Apothekers. Am Ende erhalten Sie eine Bescheinigung über die praktische Ausbildung.

Dokumente und Downloads zum Praktikum

Ausbildungs­vertrag

Die BLAK empfiehlt dringend, einen schriftlichen Ausbildungs­vertrag mit der Ausbildungs­stätte abzuschließen. Wichtig ist, dass der Vertrag alle Bedingungen der Approbations­ordnung erfüllt. Nutzen Sie dafür unseren Muster­vertrag. 

Bescheinigung über die praktische Ausbildung

Am Ende der praktischen Ausbildung ist dem Pharmazeuten im Praktikum eine Bescheinigung nach Anlage 5 der Approbationsordnung auszustellen.

Eine vorläufige Bescheinigung über die Praktische Ausbildung ist nur erforderlich, wenn zum Zeitpunkt zur Anmeldung zur Prüfung die prakische Ausbildung noch nicht beendet ist.

Gehalt und Arbeits­zeiten

Eine Orientierungs­größe für Ausbildungs­zeiten, Urlaub und Vergütung ist der Bundes­rahmen­tarif­vertrag für approbierte Apotheker. Dieser ist verpflichtend, wenn beide Parteien Mitglieder der Tarif­organisationen sind (Adexa, die Apotheken­gewerkschaft und ADA, Arbeit­geber­verband Deutscher Apotheken). Wichtig ist in jedem Fall: Für die Teilnahme am Begleitenden Unterricht müssen PhiP vom Arbeitsgeber unter Lohn­fort­zahlung freigestellt werden.

Gehaltstarif für Apothekenmitarbeiter zwischen ADA und ADEXA gültig ab 1.9.2018

Sozial­versicherungen

Als PhiP müssen Sie Beiträge zur gesetz­lichen Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Renten­versicherung entrichten. Die Beitrags­pflicht besteht unabhängig von der Höhe der Ausbildungs­vergütung. Wichtig ist: Jeder PhiP sollte sich selbst­ständig um die Mitglied­schaft in einer gesetzlichen Kranken­versicherung kümmern. Die Anmeldung zur Pflege- und Arbeits­losen­versicherung übernimmt der Arbeitgeber. Bei der Renten­versicherung gilt: In Bayern werden PhiP automatisch Mitglied der Bayerischen Apotheker­versorgung (BAPV). Um eine doppelte Beitrags­zahlung von Renten­beiträgen zu vermeiden, ist es wichtig, dass PhiP ihre Praktikanten­tätigkeit umgehend bei der BAPV  anmelden. Sie erhalten dort die Informationen zur Befreiung von der Beitrags­pflicht bei der Deutschen Renten­versicherung Bund.

Ende des Praktikums

An das Praktische Jahr schließt sich das Dritte Staats­examen an. Mit dem bestandenen Dritten Examen endet Ihre Ausbildung. Die Zeit ab Bestehen des Dritten Abschnitts bis zur Erteilung der Approbation gehört nicht mehr zur offiziellen Ausbildungs­zeit. Wichtig ist: In diesem Zeitraum bis zur Erteilung der Approbation dürfen Sie keine pharma­zeutischen Tätig­keiten ausführen! Den Antrag auf Erteilung der Approbation sollten Sie deshalb im eigenen Interesse frühzeitig, zumindest aber sofort nach bestandenem Dritten Staatsexamen stellen.

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