Stammapotheke sorgt für eine sichere Arzneimitteltherapie Apothekerinnen und Apotheker in Bayern raten Seniorinnen und Senioren

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Gerade für viele ältere Patientinnen und Patienten, die täglich mehrere Medikamente einnehmen müssen, ist die ausführliche Beratung in der Apotheke vor Ort wichtig, um nicht den Überblick zu verlieren. Studien zeigen, dass Patientinnen und Patienten, die ihre Rezepte nur in einer Apotheke einlösen, sich besser an ihre Therapie halten als diejenigen, die ihre Medikamente von mehreren Apotheken beziehen. Auch das Risiko für Wechselwirkungen sei geringer.

„Je älter wir werden, desto mehr Krankheiten bekommen wir und desto mehr Arzneimittel müssen wir einnehmen. Daher muss bei jedem zusätzlichen Medikament geprüft werden, ob sich dieses mit den bereits verordneten Präparaten verträgt und welche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Substanzen bestehen“, sagt Dr. Volker Schmitt, Geschäftsführer der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK), und ergänzt:

„Vor allem bei Patientinnen und Patienten mit mehreren Krankheiten muss die Auswahl und Dosierung aller Medikamente exakt auf die Patientin oder den Patienten abgestimmt sein. Zusätzlich sollte die gesamte Medikation regelmäßig überprüft werden.“ Aus diesem Grund sei es ratsam, Arzneimittel, wenn möglich, immer aus derselben Apotheke zu beziehen. „Die Apothekerin oder der Apotheker ist dann mit der Medikation vertraut, hat also den Überblick über alle Mittel, die die Patientin oder der Patient einnimmt.“

Tabletten und Tropfen richtig anwenden

Problematisch bei älteren Patientinnen und Patienten ist häufig nicht nur die Frage, was eingenommen wird, sondern auch wie. „Am besten lässt man sich die richtige Anwendung eines Medikaments in der Apotheke demonstrieren“, so  Dr. Volker Schmitt. „Dies gilt besonders bei technisch aufwendig verpackten Medikamenten wie Augentropfen, Trockensäften oder Medikamenten zur Inhalation.“  Der Apotheker rät älteren Patientinnen und Patienten, deren Kraft in den Händen nicht ausreicht, um zum Beispiel Kindersicherungen zu öffnen, sich die Verpackungen bereits in der Apotheke öffnen zu lassen.

Medikamente nicht eigenmächtig zerkleinern

Gerade bettlägerige Menschen sind oft nicht in der Lage, ihre Medikamente zu schlucken. Was aber viele nicht wissen: Die Herstellungsweise mancher Medikamente hat Einfluss auf die Wirkungsweise. Dr. Volker Schmitt: „Wenn Tabletten also z. B. zerkleinert werden und möglicherweise sogar Saft daraus hergestellt wird, um sie besser schlucken zu können, kann sich die Wirkung verändern.“ Das Spektrum der sich dabei ergebenden Komplikationen reicht von völliger Wirkungslosigkeit bis zur hochgefährlichen Überdosierung. „Lassen Sie sich in der Apotheke gegebenenfalls Alternativen zeigen, wenn Sie mit Ihrer Medikation nicht zu Recht kommen, rät Apotheker Schmitt.

Botendienst für Risikopatienten oder Patienten in Quarantäne

Für Risikopatientinnen und -patienten ist die Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung. „Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig die Apotheken im Freistaat für diese Patientengruppe ist“, sagt Schmitt. Die Apothekerinnen und Apotheker beantworten Fragen am Telefon, nehmen Unsicherheit, bringen mit dem Botendienst Medikamente bis zur Haustür und helfen damit, Kontakte zu reduzieren. „Der Botendienst ist ein wichtiger Beitrag für die Verringerung von Neuinfektionen", erläutert der BLAK-Geschäftsführer. "Denn so können die Apotheken Risikopatienten und Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, mit großer Sicherheit versorgen – in der Regel noch am gleichen Tag.“

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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  Portraitfoto der Mitarbeiterin Frau Resch im Garten der Bayerischen Landesapothekerkammer.

vormittags: Mo., Di., Mi., Do.

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