Ausbildungsbegleitende Hilfen (BfB-Information)

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PKA Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r BfB Bundesverband der Freien Berufe
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BfB

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Ausbildungsbegleitende Hilfen

Ausbilderinnen und Ausbilder sollten sich regelmäßig die Zeugnisse ihrer Auszubildenden vorlegen lassen, sofern sie nicht selbst mit der Ausbildung vertraut sind und sich einen guten Überblick auch über den theoretischen Leistungsstand ihrer Auszubildenden verschaffen. Sollte hierbei festgestellt werden, dass einiges im Argen liegt, besteht die Möglichkeit, ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus können abH auch nützlich sein, Bewerber einzustellen, die aufgrund ihrer schulischen Voraussetzungen noch nicht reif für eine Berufsausbildung sind und auf den ersten Blick nicht für eine Berufsausbildung in Betracht kommen. Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und zurückgehenden Bewerberzahlen werden auch Praxen, Kanzleien und Apotheken verstärkt auf dieses Klientel zurückgreifen müssen, um ihren Bedarf an Assistenzkräften zukünftig decken zu können. Mit Hilfe von abH können diese Jugendlichen bereits mit dem Beginn der Ausbildung in den schulischen Defiziten fit gemacht werden, um eine Berufsausbildung erfolgreich abschließen zu können und gleichzeitig der ausbildenden Einrichtung einen Mehrwert bieten.

Dieses Infoblatt gibt Antworten auf einige grundlegende Fragen rund um die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH):

Was sind ausbildungsbegleitende Hilfen?

abH ist ein maßgeschneidertes Förderprogramm in der berufstheoretischen Ausbildung.
  • zusätzlicher Förderunterricht in kleinen Gruppen oder Einzelunterricht
  • Aufgaben aus der Berufsschule trainieren
  • gezielte Vorbereitung auf Prüfungen

Wer bietet abH an?

abH werden von Bildungsträgern angeboten, die sich zuvor über eine öffentliche Ausschreibung der Bundesagentur für Arbeit (BA) dafür beworben haben. Die BA beauftragt diese Bildungsträger mit der Durchführung der abH.

Wer darf an abH teilnehmen?

Alle Auszubildenden mit
  • Bildungsdefiziten,
  • Lücken in Fachtheorie und Fachpraxis,
  • Lernhemmungen, Prüfungsängsten,
  • Sprachproblemen und
  • Schwierigkeiten im sozialen Umfeld.

Was leistet abH?

Stütz‐ und Förderunterricht in kleinen Gruppen mit erfahrenen Pädagogen zur

  • Aufarbeitung von schulischen Defiziten,
  • Einübung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes der Berufsschule,
  • Hausaufgabenhilfe,
  • Hilfe bei individuellen Lernschwächen sowie
  • Prüfungsvorbereitung.

Wann findet abH statt?

Nach Vereinbarung

  • einmal oder mehrmals wöchentlich, mindestens 3 und höchstens 8 Stunden pro Woche,
  • in der Regel für die Dauer eines Jahres.

Wer trägt die Kosten?

Die Kostenfragen werden durch die Arbeitsagentur geregelt,

  • der Praxis, Kanzlei, dem Ausbildungsbetrieb entstehen keine Kosten und
  • dem Auszubildenden werden eventuell anfallende Fahrtkosten erstattet.

Wie wird abH beantragt?

Der Auszubildende stellt persönlich einen Antrag

  • bei der für ihn zuständigen Arbeitsagentur, Abteilung Berufsberatung
  • mit einer schriftlichen Einverständniserklärung der Ausbildungspraxis, ‐kanzlei, Apotheke,
  • mit Abschluss‐ oder Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule,
  • mit Berufsschulzeugnis, Zwischenprüfungszeugnis,
  • mit Berufsausbildungsvertrag und
  • bei nicht bestandener Prüfung mit dem verlängerten Berufsausbildungsvertrag.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die örtliche Agentur für Arbeit.

Berlin, den 4. April 2013/Ku
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