Allgemeinpharmazie - Leitfaden zur Erstellung der Projektarbeit

Text

LEITFADEN ZUR ERSTELLUNG DER PROJEKTARBEIT

erarbeitet von der Arbeitsgruppe Weiterbildung der Bundesapothekerkammer
Stand: 26.11.2009,
mit sprachlichen Anpassungen in Bezug auf die Bereichsweiterbildung vom 2.2.2010

Gemäß den von der Bundesapothekerkammer herausgegebenen Empfehlungen zur Durchführung der Weiterbildung in den Weiterbildungsgebieten ist während der Weiterbildungszeit eine Projektarbeit anzufertigen. Eine Projektarbeit ist ebenso im Rahmen der Bereichsweiterbildungen erforderlich. Die Projektarbeit ist als Nachweis zu sehen, dass sich der/die Weiterzubildende in der jeweiligen Weiterbildungsstätte bzw. im Rahmen der Bereichsweiterbildung im jeweiligen Betrieb mit einem Projekt intensiv befasst und eine Fragestellung bzw. ein Problem zu einer Lösung geführt hat. Das Interesse des Weiterzubildenden und der Nutzen für die jeweilige Weiterbildungsstätte bzw. den Betrieb sollten bei der Themenauswahl im Vordergrund stehen. Das Thema soll einen aktuellen Bezug zur Praxis haben und am Besten im Apotheken- oder Betriebsteam gemeinsam festgelegt werden.

1. Anforderungen

  • aktueller Bezug zur Praxis
  • Umfang: fünf bis zehn A4-Seiten – ohne Titelblatt, Gliederung und Literatur-/ Quellenverzeichnis (Schriftgröße 12, Schriftart Arial)
  • Aufbau der Projektarbeit
    • Titelblatt mit Thema, Vorname und Name des Verfassers, Anschrift der
      Weiterbildungsstätte / des Betriebs
    • Gliederung der Arbeit / Inhaltsverzeichnis
    • Einleitung: Zielstellung der Arbeit, Gründe für die Wahl des Themas,
      möglicherweise auftretende Schwierigkeiten
    • Beschreibung des Projektes: Erläuterung und Diskussion des Projektes, der
      Ergebnisse bzw. der Problemlösung
    • Zusammenfassung: Darstellung der maßgeblichen Ergebnisse und
      Schlussfolgerungen zur Einordnung der Einzelerkenntnisse in den
      Gesamtzusammenhang, kritische Betrachtung zum Nutzen der Projektarbeit
      für Weiterbildungsstätte und Weiterzubildenden
    • ggf. Abkürzungsverzeichnis
    • Quellen- und Literaturverzeichnis
    • Erklärung, dass der Verfasser die Projektarbeit selbst angefertigt und alle
      benutzten Quellen angegeben hat
    • ggf. Anlagen: Fachvortrag, fachliche Veröffentlichung, Fotos, Flyer,
      Broschüren etc.

2. Einreichen von fachlichen Veröffentlichungen oder Fachvorträgen als Projektarbeit

Bereits veröffentlichte fachliche Veröffentlichungen (Verfasser der Projektarbeit = Erstautor) oder gehaltene Fachvorträge können als Projektarbeit eingereicht werden, wenn sie innerhalb der Weiterbildungszeit erstellt wurden und nach den oben genannten Anforderungen beschrieben werden.

3. Literaturangaben

Bei der Auswahl der Literatur und Quellen sollen Aktualität und wissenschaftliche Qualität beachtet werden. Jede wörtliche oder sinngemäße Übernahme aus anderen Werken muss als solche gekennzeichnet und nachprüfbar sein. Die benutzten Quellen sind an der Stelle der Arbeit, an der sie zum ersten Male erscheinen, in einer Fußnote oder Endnote genau anzugeben.

Zitate könne auf zweierlei Weise wiedergegeben werden: als direkte, wörtliche Zitate oder als indirekte, inhaltliche Zitate. Es gilt hierbei zu beachten: Wörtliche Zitate werden durch Anführungszeichen hervorgehoben. Indirektes Zitieren bedeutet die sinngemäße (nichtwörtliche) Übernahme fremder Aussagen. Diese wird durch indirekte Rede oder einen entsprechenden Zusatz, z. B. "nach Lieschen Müller", gekennzeichnet.

Beim Zitat aus dem Internet gilt generell, dass die übliche Reihenfolge – also Name(n), Titel, Ort, Jahr – einzuhalten ist. Hinzu kommen die URL (Internet-Adresse) und das Abrufdatum.

Bei der Erstellung des Literaturverzeichnisses sind folgende Regeln zu beachten:

  • Um die alphabetische Einordnung zu erleichtern, wird der Familienname zuerst genannt und der Vorname durch ein Komma abgetrennt.
  • Vornamen können ausgeschrieben oder abgekürzt werden.
  • Bis zu drei Verfasser werden namentlich angegeben und durch Komma oder Schrägstrich (slash) voneinander getrennt. Wenn es mehr als 3 Verfasser gibt, wird nur der Erste genannt und der Zusatz ,,et. al" oder „u. a.“ angeführt.

Beispiele

a) Monographie
Nachname 1, Vornamen 1 / Nachname 2, Vorname 2: Haupttitel. Ort: Verlag, Jahr.

b) Zeitschriftenaufsatz
Nachname, Vornamen: Titel und ggf. Untertitel des Aufsatzes. Name der Zeitschrift Jahr; Jahrgang/Heftnummer: 305-315.

c) Sammelband
Nachname, Vorname / Nachname, Vorname (Hrsg.): Haupttitel. Untertitel. Ort: Verlag, Jahr.

4. Bewertungskriterien

Folgende Kriterien sind bei der Bewertung der Projektarbeit maßgebend, wobei inhaltliche Kriterien doppelt so stark gewichtet werden wie formale Kriterien:

a) Inhaltliche Kriterien:

  • Stimmen Zielsetzung der Projektarbeit und Inhalt überein? Wurde die Zielsetzung erreicht?
  • Weist die Projektarbeit eigene Erkenntnisse auf?
  • Hat die Projektarbeit einen aktuellen Praxisbezug und -nutzen?
  • Wie tief ist die Kenntnis der Materie? Sind Methodik und Ergebnisse sachlich
    richtig und nachvollziehbar?

b) Formale Kriterien:

  • Wird der geforderte Umfang der Arbeit eingehalten und steht dieser im richtigen Verhältnis zum Inhalt?
  • Werden Aufbau und Struktur der Arbeit eingehalten und richtig gewichtet?
  • Werden aktuelle und relevante Quellen verwendet? Wie werden die
    verwendeten Quellen ausgewiesen?
  • Ist das Layout der Projektarbeit optimal und einheitlich gestaltet?

5. Veröffentlichung

Besonders gelungene Projektarbeiten können nach Rücksprache mit dem Verfasser an PZ Prisma zur Veröffentlichung weitergeleitet werden.

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