Radiobeitrag Bayerischer Apothekertag 2012

Text

Bayerischer Apothekertag 2012

Anmoderation

Augsburg ist ein Wochenende lang voller geballter Medizin – rund 500 Apotheker aus ganz Bayern sind zum wichtigsten Tag der Branche gekommen – zum Bayerischen Apothekertag. Im Goldenen Saal des Rathauses der Schwaben-Metropole fand der politische Auftakt für das Fortbildungs-Wochenende statt. Alexander Tauscher über die Zukunft der Arzneimittel-Versorgung im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Qualität.

Manuskript

Die Apothekenbetriebsordnung – sie ist sozusagen das Grundgesetz der Apotheken. Ihre aktuelle Reform war sicher eine lange Geburt. Denn es wurde viel diskutiert und verhandelt. Die Apotheker haben der Politik ihre Nöte und Sorgen sowie ihre Anforderungen und Vorstellungen für eine moderne, qualitätsvolle Apotheke vorgetragen - für eine Präsenz-Apotheke in der Fläche. Das Ergebnis kombiniert an vielen Stellen Neues und Altes, sagt Thomas Benkert, Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer. Was ist neu?

O-TON 1

Auch die Verpflichtung zur diskreten Beratung zum Arzneimittel ist in dieser neuen Verordnung noch einmal gestärkt worden.

O-TON 2

Bewährt hat sich zudem die Gleichstellung von Einzelapotheken und Filialen. Jede Apotheke muss alles können und für den Patienten alles bieten. Wohnortnah und flächendeckend – so brauchen und wünschen sich die Kunden ihre Apotheken. So verstehen auch die Apotheker ihren Dienst am Kunden – doch dafür braucht es einen Rahmen, der stimmt. Dazu zählt eine Anpassung der Vergütungsordnung – betont Hans Peter Hubmann der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes.

O-TON 3

Gesundheitsminister Marcel Huber stärkte den Apotheken den Rücken. Er bekannte sich zum akademisch gebildeten Apotheker als Heilberuf. Dies sei eine wichtige Art der Qualitätssicherung. Diese hohe Qualität spüre man oft erst, wenn man im Ausland medizinische Hilfe in Anspruch nehmen müsse.

O-TON 4

Eine „Apotheke light“ habe die Bayerische Staatsregierung auf Bundesebene zum Glück verhindern können.

O-TON 5

BAV-Vorsitzender Hubmann verwies die Politiker auf Fehl-Entwicklungen – auf das Apothekensterben etwa und darauf, dass die Apotheken längst von der volkswirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt sind.

O-TON 6

Der Nachwuchs – das sind die Studenten, die wie immer zum Apothekertag eingeladen waren. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch rief die jungen Menschen auf, nach ihrem Studium verstärkt auch in den ländlichen Apotheken zu arbeiten. Denn nur so kann die Apotheke ihren guten Service für alle Menschen anbieten – als ein stabiler Faktor in einem hochwertigen Gesundheitswesen.

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