Informationsstellen

Im Apothekenalltag können Fragen auftreten, die mit der zur Verfügung stehenden Literatur nicht beantwortet werden können. Für diese Fälle stehen Ihnen neben dem kammerinternen Angebot auch weitere Informationsangebote zur Verfügung. Im Folgenden haben wir für Sie eine Übersicht zusammen gestellt.

Arzneimittelinformationsstellen

Die Arzneimittelinformationsstellen (AMI) beantworten alle Fragen rund um die klinisch-pharmazeutische Praxis sowie die Arzneimitteltherapie, die Sie mit der in der öffentlichen Apotheke vorhandenen Literatur und EDV nicht beantworten können, wie zum Beispiel zu:

  • Anwendung von Arzneimitteln (AM)
  • Dosierungen und Indikationen
  • Evidenzbasierter Therapie / Wirksamkeit einer AM-Therapie
  • Risiken einer AM-Therapie (z. B. Interaktionen oder unerwünschte Arzneimittelwirkungen)
  • Alternativen Therapiemethoden
  • Neuzulassungen od. Zulassungserweiterungen von AM

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Infocenter Pharmazie

Das Infocenter beantwortet Ihre pharmazeutisch-rechtlichen Fragestellungen, u. a. zu folgenden Themengebieten:

  • Betäubungsmittel
  • Gefahrstoffe
  • Tierarzneimittel
  • Apothekenbetriebsordnung
  • Import von Arzneimitteln
  • Medizinprodukte

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NRF - Neues Rezeptur-Formularium

Das Pharmazeutischen Laboratorium des NRF erstellt Monographien und Texte, die Apotheker für die Herstellung von Rezepturen abfragen können.
Die DAC/NRF-Rezepturhinweise und der Rezepturenfinder bieten Ihnen gezielt und schnell Informationen zu bestimmten Arzneistoffen und Rezepturen. Zudem finden Sie Verweise auf das NRF sowie weitere Literatur. Diese können für die Rezepturplanung und Rezepturalternativen wertvoll sein.

Die Rezeptur-Informationsstelle gibt Ihnen Auskunft zu galenischen Frage­stellungen im Zusammen­hang mit Rezeptur­vorschriften, Inkompatibilitäten, Stabilität und Haltbarkeit, Konservierung und Herstellungs­verfahren. Für Ihre Anfragen nutzen Sie bitte das Online-Formular auf www.dac-nrf.de.

DAC - Deutscher Arzneimittel Codex

Der Deutsche Arzneimittel Codex, kurz DAC, ist als Ergänzungsbuch zum Deutschen Arzneibuch konzipiert. Er bietet unter anderem Hilfestellung bei der Prüfung von Stoffen, die im Europäischen oder Deutschen Arzneibuch nicht beschrieben sind.

Der DAC enthält neben allgemeinen Methoden und Anlagen 278 Monographien für Wirkstoffe, Hilfsstoffe, pflanzliche Drogen und Zubereitungen. Seit dem Jahr 2007 enthält der DAC auch Alternativverfahren zur Identifizierung von etwa 900 Ausgangsstoffen.

Die DAC-Informationsstelle gibt Ihnen Auskunft zu Themen, die in Zusammenhang stehen mit DAC-Vorschriften, Qualität von Arzneidrogen, Wirk- und Hilfsstoffen, alternativen Identifizierungsverfahren von Ausgangsstoffen, Informationen zu nationalen und internationalen Arzneibüchern. Für Ihre Anfragen nutzen Sie bitte das das Online-Formular auf www.dac-nrf.de.

Bedenkliche Rezepturarzneimittel

Nach Paragraf 5 Absatz 1 des AMG ist es »verboten, bedenkliche Arzneimittel in den Verkehr zu bringen oder bei einem anderen Menschen anzuwenden«. Die Bedenk­lichkeit eines Arzneimittels ist dann gegeben, wenn ein begründeter Verdacht besteht, dass bei bestimmungs­gemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen auftreten können, die über ein vertretbares Maß hinausgehen. Die Arzneimittel­kommission der Deutschen Apotheker (AMK) veröffentlicht in regelmäßigen Abstände eine Liste der bedenklichen Rezeptur­grundstoffe.

Bedenkliche Rezepturarzneimittel (Stand Mai 2015)

Sie finden die Liste mit den Bedenklichen Rezepturarzneimitteln im Internet auch unter www.arzneimittelkommission.de (Mitgliederbereich), Rubrik: Hinweise und Materialien für Apotheken / Bedenkliche Rezepturarzneimittel (Stand Mai 2015).

Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AM); AMK-Nachrichten. Pharm. Ztg. Nr. 20 vom 15. Mai 2015, Seite 115-119.

Nahrungs­ergänzungs­mittel

Das Bundes­institut für Risiko­bewertung, kurz BfR, bewertet Nutzen und Risiken von Vitaminen und Mineral­stoffen in Lebensmitteln neu und unterbreitet Vorschläge für Höchst­mengen in Nahrungs­ergänzungs­mitteln und angereicherten Lebensmitteln.

BfR: Gesundheitliche Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln