Europas Apotheker wollen Rolle als Heilberufler stärken

17.11.2011 13:44

Apotheker aus ganz Europa wollen ihre wichtige Rolle als Heilberufler und Ver­braucher­schützer weiter­entwickeln und stärken. Der Zusammen­schluss der Apotheker in der Euro­päischen Union (ZAEU) wird dazu ein „White Paper“ („Weißbuch“) erstellen, das die zentralen Elemente einer zukunfts­orientierten Ausge­staltung der Rolle des Berufs­standes innerhalb des vielfältigen Apotheken­wesens in der EU definiert und beschreibt. Das ist das Ergebnis der ZAEU-General­versammlung in Brüssel unter Präsident­schaft von Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA – Bundes­vereinigung Deutscher Apotheker­verbände.

„Der Apotheker muss von der Bevölkerung und der Politik in erster Linie als Heil­berufler und nicht als Kaufmann wahr­genommen werden“, sagte ZAEU-Präsident Wolf bei der General­versammlung. „Der Mehrwert der apotheker­lichen Leistungen und die Funktion der Apotheker als Berater der Patienten bei allen Fragen der Arzneimittel­anwendung müssen noch deutlicher heraus­gestellt werden.“ Wolf sprach sich dafür aus, den Berufs­stand zukunfts­sicher zu positionieren, um dem wachsenden politischen und wirt­schaftlichem Druck standhalten zu können. Der ABDA-Präsident lud alle ZAEU-Interessierten ein, ihre Ideen zur Vorschlags­sammlung im Weißbuch beizutragen.

Der ZAEU (englisch: PGEU – Pharmaceutical Group of the European Union) vertritt die Interessen von rund 400.000 Apothekerinnen und Apothekern in 31 europäischen Ländern. Täglich besuchen mehr als 46 Millionen Menschen die Apotheken in der EU. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf ist gewählter ZAEU-Präsident im Jahr 2011. Im Juni dieses Jahres fand eine ZAEU-General­versammlung in Berlin statt. Die deutsche Apotheker­schaft ist mit einem eigenen Büro in der „EU-Hauptstadt“ Brüssel präsent.

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