Herzensangelegenheit 50+ mit Sonderpreis ausgezeichnet

17.07.2012 10:00

Die Apotheken-Aktion „Herzens­angelegenheit 50+“ des WIPIG – Wissen­schaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen der BLAK wurde mit einem Sonderpreis der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! des Wort- und Bild-Verlages ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. „Dieser Preis ist ein schöner Erfolg für unser erstes wissen­schaftliches Projekt“, sagte WIPIG-Sprecherin Cynthia Milz. „Unser besonderer Dank gilt den 13 Apotheken im Nord­osten Bayerns, die diese Aktion im letzten Jahr mit Leben erfüllt haben.“

Das Projekt „Herzens­angelegenheit 50+“ wurde vom WIPIG, in Kooperation mit der Universität Erlangen und dem Institut für Fettstoff­wechsel und Hämorheologie in Windach ins Leben gerufen. Im Zentrum der Aktion stand die Prävention von koronaren Herz­erkrankungen. „Wir haben uns dafür auf eine Region im Nord­osten Bayerns fokussiert, weil dort die Herz­infarktrate besonders hoch ist“, sagt Prof. Dr. med. Richter, wissen­schaftlicher Leiter des Projektes. „Wichtig ist: Das Risiko, einen Herz­infarkt zu erleiden, hängt nachweislich auch vom Lebensstil der Betroffenen ab. Der Lebensstil ist eine Größe, die wir selbst beein­flussen können. Das war einer unser Anknüpfungs­punkte bei diesem Projekt.“

Im Rahmen von „Herzens­angelegenheit 50+“ ermittelten 13 Apotheken zwischen 2010 bis 2012 das persönliche Herz­infarkt­risiko von rund 2.000 Apotheken­kunden. Bei einer Anfangs­messung  wurde ein umfang­reiches Risikoprofil, unter anderem Körper­gewicht, Blutdruck und verschiedene Blutfett­werte bestimmt. Die so identifizierten Risiko­patienten wurden dann von den 13 Apotheken über dem Zeitraum von einem Jahr betreut, zum Beispiel durch Vorträge, individuelle Ernährungs­beratung oder Bewegungs­angebote. Bei der Abschluss­messung zeigte sich, dass eine Mehrzahl der Patienten ihre Werte signifikant verbessern konnte. Von den Teilnehmern mit Meta­bolischem Syndrom gelang es 65,5 Prozent, ihre Risiko­faktoren reduzieren. Richter: „Die Aktion zeigt, dass die Apotheke eine zentrale Rolle bei der Gesundheits­vorsorge spielen muss. Der niedrig­schwellige Zugang und die individuelle Beratung sind zentrale Argumente, vor allem wenn es um die Änderung des Lebensstils geht.“

Die Jury der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! würdigte das Apotheker-Projekt nun mit einem Sonderpreis. WIPIG-Sprecherin Milz: „Der Preis gehört vor allem den 13 Apotheken, die das Projekt durch ihr Engagement, ihre Kreativität und Hart­näckigkeit zu einem Erfolg gemacht haben. Wir bedanken uns bei den Apotheken-Teams und natürlich den rund 2.000 Apotheken­kunden in der Region, die wir durch unsere Aktion erreichen konnten.“

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