PKA ausbilden

Durch die Ausbildung einer PKA erhält die Apotheke ein wertvolles Team­mitglied für die tägliche Arbeit. Die Ausbildung der PKA verläuft dual: Die praktische Ausbildung findet in der Apotheke statt. Zusätzliche theoretische Kenntnisse vermittelt die Berufsschule. Die reguläre Ausbildungs­zeit beträgt 36 Monate. In einigen Fällen kann die Ausbildung auch verkürzt werden.

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Start der Ausbildung

Die BLAK empfiehlt, die Ausbildung im August zu starten. Der Vertrag muss vor Beginn der Ausbildung abgeschlossen und an die BLAK zur Eintragung in das Berufs­ausbildungs­verzeichnis geschickt werden. Bei minder­jährigen Auszubildenden ist zudem eine ärztliche Erst­untersuchung nach dem Jugend­arbeits­schutzgesetz bei der BLAK einzureichen.

Vor Beginn der Ausbildung sind bei der BLAK folgende Unterlagen einzureichen:

Fachkräfteverhältnis

Vor Abschluss eines Ausbildungs­vertrages gilt es zu prüfen, ob die Zahl der Auszu­bildenden in einem ange­messenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungs­plätze oder zur Zahl der beschäftigten Fach­kräfte steht. Die sogenannte Prüfung des Fach­kräfte­verhältnis durch die BLAK ist im Berufs­bildungs­gesetz vorgeschrieben und soll sicherstellen, dass ausreichend Zeit und Personal zur Betreuung des Auszu­bildenen zu Verfügung stehen. Als angemessen gilt in der Regel

  • 1-2 Fachkräfte = 1 Auszu­bildender
  • 3-5 Fachkräfte = 2 Auszu­bildende
  • 6-8 Fachkräfte = 3 Auszu­bildende
  • je weitere 3 Fachkräfte = 1 weiterer Auszu­bildender

Berufsschule

Die Auszubildenden müssen sich selbst an der Berufs­schule anmelden. Sie müssen im ersten Ausbildungs­jahr an 2 Tagen wöchentlich und im zweiten und dritten Ausbildungsjahr jeweils an 1 Tag wöchentlich die Berufs­schule besuchen. Der Ausbilder muss den Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschul­unterricht unter Fortzahlung der Ausbildungs­vergütung freistellen.

Verzeichnis der Berufsschulen in Bayern

Ausbildungsnachweis und Prüfung

Die Auszubildenden sind verpflichtet einen schriftlichen Ausbildungs­nachweis (Berichtsheft) zu führen. Der Nachweis basiert auf dem individuellen Ausbildungs­plan, den Ausbildender und Auszubildender vereinbaren. Einen Rasterplan für die Ausbildung stellt die BLAK Ihnen kostenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus muss der Auszubildende eine Qualifikation zum Ersthelfer erwerben. Diese Bescheinigung darf bei der Anmeldung zur Abschlussprüfung nicht alter als 2 Jahre sein.

Ausbildungs­nachweis und Ersthelfer­kurs sind Voraussetzungen für die Zulassung zu Prüfung. Der Ausbildende muss seinen Auszubildenden termingerecht zur Zwischen- und Abschluss­prüfung anmelden.

Änderungen Ersthelferkurs

Änderungen Ersthelferkurs

Pflanzen­schutz-Sach­kunde­nach­weis

Über­gangs­fristen beach­ten!

Die recht­lichen Grund­lagen für die Ertei­lung des neuen Sach­kunde­nach­weises im Pflanzen­schutz wurden mit der neuen Pflanzen­schutz-Sach­kunde­verord­nung ge­schaf­fen, die am 06. Juli 2013 in Kraft getreten ist.
Demnach sind Anwen­dung, Vertrieb sowie Beratung über Pflanzen­schutz nur noch mit einem von der zustän­digen Behörde ausge­stell­ten Sach­kunde­nach­weis erlaubt, wobei sich die bis­herige, aufgrund der Aus­bildung erwor­bene Sach­kunde bei Apo­the­kern, PTA und PKA aus­schließ­lich auf die Abgabe von Pflanzen­schutz­mitteln be­schränkt.
Bitte beachten Sie dabei folgende Über­gangs­fristen/-rege­lungen, die für die Abgabe von Pflanzen­schutz­mitteln durch Apo­the­ker, PTA und PKA von Bedeu­tung sind:

  • Erhalt der Appro­bation als Apo­the­ker bzw. Berufs­erlaub­nis als PTA oder PKA (Ausbildung gemäß Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum PKA vom 3. März 1993) bis ein­schließ­lich 14. Februar 2012, sog. „Alt-Sach­kundige“:
    Der neue Sach­kunde­nach­weis kann bis spätes­tens 26.05.2015 bean­tragt werden, andern­falls erlischt die Sach­kunde, die auf den Aus­bildungs- und Befähi­gungs­nach­weisen basierte, zum 26. November 2015.
    Der von „Alt-Sach­kundigen“ frist­gerecht bis zum 26.05.2015 bean­tragte neue Nachweis im Karten­format ist zunächst bis zum 31. Dezember 2015 gültig, kann aber durch eine aner­kannte Fort- oder Weiter­bildungs­maß­nahme bis zu diesem Stichtag um weitere drei Jahre verlän­gert werden.
  • Erhalt der Appro­bation als Apo­the­ker bzw. Berufs­erlaub­nis als PTA oder PKA nach dem 14. Februar 2012, wenn der Ausbil­dungs­beginn vor diesem Stichtag lag:
    Bean­tragung des Sach­kunde­nach­weises bei der zustän­digen Behörde inner­halb von drei Jahren nach Ab­schluss der Aus­bildung. Die Sach­kunde muss jeweils inner­halb eines Zeit­raumes von 3 Jahren ab der erst­maligen Aus­stel­lung eines Sach­kunde­nach­weises durch eine von der zustän­digen Behörde aner­kannte Fort- oder Weiter­bil­dungs­maß­nahme erneut belegt werden.
  • Ausbil­dungs­beginn nach dem 14. Februar 2012
    (Apo­the­ker, PTA, PKA):
    Sach­kunde­nach­weis wird nach §9 Pflanzen­schutz­gesetz in der jeweils gültigen Fassung ausge­stellt. D.h. das erfolg­reich abge­schlos­sene Hoch­schul­studium bzw. die entspre­chende Berufs­aus­bildung wird pauschal nicht mehr als Sach­kunde­nach­weis aner­kannt. Zum Erhalt des Sach­kunde­­nach­weises muss entweder zusätz­lich zum Zeugnis eine Be­scheini­gung von der die Prüfung durch­führen­den Stelle ausge­stellt werden, in der die in Anlage 1 Teil A und C Pflanzen­schutz-Sach­kunde­verord­nung genann­ten Inhalte als Ausbil­dungs- und Prü­fungs­inhalte bestätigt werden oder eine pflanzen­schutz­recht­liche Prüfung erfolg­reich bestan­den werden.

Der neue bundes­einheit­liche Sach­kunde­nach­weis im Scheck­karten­format kann von sach­kundigen Personen kosten­pflich­tig online bean­tragt werden und wird automa­tisch an das für Sie regional zustän­dige Amt für Ernäh­rung, Landwirt­schaft und Forsten weiter­geleitet.
Weitere Informa­tionen finden Sie auch auf der Homepage der Baye­rischen Landes­anstalt für Landwirt­schaft unter http://www.lfl.bayern.de/ips/recht/054922/

tl_files/blak/upload/dokumente/Apotheker und Team/Ausbildung Bilder/chipkartesachkundemuster.jpg
Muster des Pflanzenschutznachweises im Scheckkartenformat
(Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, www.landwirtschaftskammer.de)

Begabtenförderung berufliche Bildung

Seit 1991 unterstützt das Förderprogramm der Bundesregierung „Begabtenförderung berufliche Bildung“ gezielt begabte junge Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung bei ihrer „Karriere mit Lehre“ mit einem Weiterbildungsstipendium. Finanziert wird das Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Durchgeführt wird es von der Bayerischen Landesapothekerkammer.

Weiterbildungsstipendium

Das Weiterbildungsstipendium fördert die berufliche Qualifizierung im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung. Erste Voraussetzung für eine Bewerbung ist daher, dass Sie eine Ausbildung in einem anerkannten dualen Ausbildungsberuf auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) absolviert haben (z. B. Ausbildung zur/zum Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten).

Das Stipendium fördert Weiterbildungen, die berufsbegleitend durchgeführt werden.

Begabtenförderung berufliche Bildung - Finanzielle Unterstützung für die »Karriere mit Lehre«

Aufstiegsstipendium

Das Aufstiegsstipendium unterstützt Berufserfahrene bei der Durchführung eines ersten akademischen Hochschulstudiums.
Das Stipendium ist ein Programm der Begabtenförderung und unterstützt Menschen, die in Ausbildung und Beruf ihr besonderes Talent und Engagement bewiesen haben. Die SBB - Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung führt im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten durch und begleitet sie während ihres Studiums.

Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung

Zeugniserläuterungen PKA (europass)

Die Zeugniserläuterungen PKA wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung erstellt und sollen nach erfolgreicher Ausbildung den Auszubildenden zur Verfügung gestellt werden.

Zeugniserläuterungen PKA (europass)

Logo europass
www.europass-info.de

Deutscher und Europäischer Qualifikationsrahmen – was ist das?

In der Europäischen Union gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Bildungssysteme und -gänge. Das macht es schwierig, Abschlüsse aus anderen europäischen Ländern richtig einzuschätzen oder für Beschäftigung Suchende außerhalb des eigenen Landes beruflich Fuß zu fassen.

Um Bildungsabschlüsse über die Landesgrenzen hinweg besser einschätzen zu können, hat die Europäische Kommission daher den Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR) entwickelt. Der EQR ist ein Raster aus 8 aufeinander aufbauenden Niveaus, denen Abschlüsse zugeordnet werden können. Dabei ist Niveau 1 das niedrigste und Niveau 8 das höchste. Es gilt: Je höher das Niveau eines Abschlusses, desto umfangreicher sind die erworbenen fachlichen und persönlichen Kompetenzen, die damit nachgewiesen sind.

Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR), der am 1. Mai 2013 offiziell eingeführt wurde, setzt dieses 8-stufige Modell für die Einordnung deutscher Bildungsabschlüsse um. Die Niveaus von DQR und EQR entsprechen sich also 1:1. Auch die anderen EU-Länder haben nationale Qualifikationsrahmen entwickelt oder sind noch dabei, dies zu tun.

Erläuterungen zum DQR-/EQR-Hinweis auf Ihrem Zeugnis

Ausbildungsvergütung und Urlaub

Die Höhe der Ausbildungs­vergütung richtet sich in der Regel nach der Gehalts­tafel des Bundes­rahmen­tarif­vertrages (BRTV) für Apotheken­mitarbeiter. Grundlage der Vergütung ist die wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden. Der BRTV sieht bei einer 6‑Tage‑Woche einen regulären Urlaubs­anspruch von 33 Werktagen vor. Während der Ausbildung besteht Versicherungs­pflicht in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosen­versicherung.

Gehaltstarif für Apothekenmitarbeiter zwischen ADA und ADEXA gültig ab 1.6.2017

Achtung: neue Ausbildungsordnung ab 1.8.2012

Am 12. Juli 2012 ist die neue Verordnung über die Berufs­ausbildung zum/zur Pharma­zeutisch-kauf­männischen Angestellten (PKA) im Bundes­gesetz­blatt veröffentlicht worden. Sie tritt am 1. August 2012 in Kraft.

Neue Ausbildungsordnung ab 1.8.2012

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