Apotheken in Bayern beraten bei Heuschnupfen

12.03.2018 10:10

München, den 12. März 2018 Frühblüher machen Pollenallergikern schon jetzt das Leben schwer. Etwa jeder fünfte Bundesbürger leidet an Heuschnupfen, vor allem Kinder und Jugendliche. Für Pollenallergiker gibt es eine Vielzahl rezeptfreier Arzneimittel. „Aber“, so Apotheker Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern, „rezeptfrei heißt nicht harmlos: Lassen Sie sich bei der Auswahl des Medikaments in der Apotheke beraten. Das gilt besonders für Eltern kleiner Kinder und für Autofahrer.“


Heuschnupfen ist keine Bagatellerkrankung, denn unbehandelt kann sich daraus Asthma entwickeln. Typische Beschwerden eines Heuschnupfens sind Fließschnupfen, Juckreiz in der Nase oder tränende Augen. Viele antiallergische Medikamente können in der Selbstmedikation angewendet werden. Gegen Heuschnupfen werden unter anderem Präparate mit kortison-ähnlichen Wirkstoffen (z.B. Mometason, Fluticason) eingesetzt. Je nach Packungsgröße und Dosierung sind sie für Erwachsene rezeptfrei erhältlich bei „saisonaler allergischer Rhinitis“.
Antiallergische Arzneimittel aus der Gruppe der Antihistaminika hemmen die allergische Reaktion ebenfalls. „Diese sogenannten Antihistaminika zum Einnehmen können allerdings müde machen, deshalb sollten Autofahrer sich in der Apotheke darüber informieren, welche Präparate geeignet sind“, sagt Schmitt.


Inhalationsgeräte bei Kindern richtig anwenden
Um gezielt in der Lunge wirken zu können, werden bei Kindern mit Atemwegserkrankungen die Medikamente oft inhaliert. Apotheker Schmitt: „Entscheidend ist die richtige Inhalationstechnik, die sich von Präparat zu Präparat unterscheiden kann. In der Apotheke gibt es Hilfsmittel, die die richtige Inhalation erleichtern und speziell auf Kinder abgestimmt sind. Ohne diese Hilfsmittel gelangt nur ein Bruchteil des Wirkstoffs bis in die Lunge, entsprechend gering ist seine Wirksamkeit.“


Zum Arztbesuch raten Apotheker allen Allergikern, wenn der Heuschnupfen chronisch ist oder von pfeifenden Atemgeräuschen, Atemnot oder einem Engegefühl in der Brust begleitet wird. In diesem Fall kann der Arzt weitere Medikamente verschreiben. Mit kranken Kindern sollten Eltern immer zum Arzt gehen.


Die richtige Urlaubsplanung für Allergiker
Apotheker Schmitt: „Übrigens, wer jetzt gerade seinen Urlaub plant und an einer Pollenallergie leidet, sollte überlegen, seine Ferien am besten im Hochgebirge oder am Meer zu verbringen. Bei einer Hausstauballergie kann man im Hotel nach entsprechender Ausstattung fragen.“


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