Apotheken in Bayern beraten zur richtigen Zusammenstellung der Reiseapotheke

20.07.2019 11:20

München, den 20. Juli 2019 Ob Wanderurlaub in der Heimat oder Fernreise ans andere Ende der Welt – viele Familien in Bayern starten demnächst in den Sommerurlaub. „Vor allem wer mit Kindern unterwegs ist, sollte rechtzeitig vor Urlaubsbeginn auch an die Reiseapotheke denken“, sagt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern und rät: „Je länger der Urlaub dauert, je weiter das Reiseziel entfernt ist und je jünger das Kind ist, desto intensiver sollten die Vorbereitungen sein. Lassen Sie sich bei der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke von Ihrer Apotheke vor Ort beraten. Die Apotheken informieren nicht nur über den Inhalt der Reiseapotheke, sondern können auch noch weitere wichtige Tipps zum Umgang mit Medikamenten im Urlaub geben.“

Die umfassende Reiseapotheke enthält die Medikamente, die in eine Hausapotheke gehören, ergänzt um Arzneimittel gegen häufige Reisebeschwerden wie zum Beispiel Reisedurchfall oder -übelkeit. Außerdem sollten Reisende dauerhaft benötigte Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen. „Unentbehrlich sind Schmerzmittel, Medikamente gegen Durchfall, ein Desinfektionsmittel und Verbandstoffe“, sagt Dr. Schmitt.
Alle notwendigen Medikamente sollte man aus dem Heimatland mit in den Urlaub nehmen. Dr. Schmitt: „Es wäre leichtsinnig, darauf zu vertrauen, dass im Notfall eine Versorgung vor Ort möglich ist.“ In einigen Ländern sind viele Medikamente nicht zuverlässig verfügbar oder gefälscht.
Hinzu kommt die Sprachbarriere, und dass Wirkstoffe im Ausland häufig unter anderen Namen vermarktet werden als in Deutschland.

Bei Flugreisen gehört die Reiseapotheke ins Handgepäck, denn Koffer können verloren gehen. Wegen der Sicherheitsvorschriften dürfen im Handgepäck allerdings nur geringe Mengen an Tropfen, Säften oder Salben mitgenommen werden. Patienten, die starke Schmerzmittel oder andere Betäubungsmittel mitnehmen, sollten sich beim Arzt für den Zoll eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen. „Wer seine Medikamente zu einem festen Zeitpunkt einnehmen muss, etwa die Antibabypille oder Insulin, bekommt in der Apotheke hilfreiche Tipps für eine Fernreise mit Zeitverschiebung", so Schmitt.

Verbandkasten für Auto und Motorrad überprüfen
Auto-und Motorradfahrer sollten vor der Fahrt in den Sommerurlaub ihren Verbandkasten überprüfen. Einige der Verbandstoffe halten nur eine begrenzte Zeit, meist fünf Jahre. Apotheker Dr. Schmitt „Je länger der Verbandkasten im Auto liegt, desto größer ist die Gefahr, dass Hitze und Kälte die Materialien zermürbt haben. Zum Beispiel wird das Material von Einmalhandschuhen mit der Zeit spröde oder Pflaster kleben nicht mehr. Auch bei sterilen Kompressen bleibt die Verpackung nur einige Jahre dicht. Die Apotheken überprüfen gerne den Verbandkasten und tauschen überlagertes Verbandmaterial aus.“

Ihr Pressekontakt:
Werner Kurzlechner
Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bayerische Landesapothekerkammer
Tel. 089 / 926261
Email: werner.kurzlechner@blak.de

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