Apotheker in Bayern helfen Senioren bei der richtigen Anwendung von Medikamenten

28.02.2014 10:14

München, den 28. Februar 2014 Sehschwäche oder verminderte Kraft in
den Händen können Senioren die Anwendung von Medikamenten oft
erschweren. „In der Apotheke vor Ort kann man sich die richtige
Anwendung eines Medikaments demonstrieren lassen“, sagt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern. „Außerdem kennen die Apothekerinnen und Apotheker viele Hilfsmittel, die die Arzneimittelanwendung deutlich erleichtern"

Ältere Menschen haben oft weniger Kraft in den Händen, deshalb fällt es ihnen
zum Beispiel schwer, Kindersicherungen zu öffnen oder Tubenverschlüsse zu
durchbohren. „Wer Schwierigkeiten damit hat, kann sich seine Medikamente
bereits in der Apotheke öffnen lassen oder aber nach geeigneten Hilfsmitteln
fragen“, sagt Apotheker Schmitt. Bei Problemen mit den Händen, etwa
bei versteiften Fingergelenken, können zum Beispiel Tablettenausdrücker,
Tablettenteiler, oder Verschlussöffner für Medikamentenflaschen helfen.

Da im Alter die Sehkraft oft nachlässt, steigt das Risiko für Verwechslungen
ähnlich aussehender Medikamente. Hilfreich ist es deshalb, ähnliche
Medikamente mit gut sichtbarem, farbigem Klebeband zu markieren. Wenn bei
Wirkstoffpflastern die Einreißkerben der Verpackung nur schwer erkennbar
sind, können sich Patienten diese in der Apotheke markieren lassen.
Empfehlenswert für sehschwache Patienten sind auch Lupen, etwa
Skalenlupen für Insulinspritzen. „Wer nicht gut sieht, kann Tropfen nur schlecht
abzählen. Wenn man die Tropfen in einen leeren Joghurtbecher fallen lässt,
kann man die Anzahl der Tropfen hören. Die Tropfen im Becher füllt man dann
mit etwas Wasser auf, so lässt sich die vollständige Dosis des Medikaments
schlucken“, rät Schmitt.

Medikamentendosierer helfen, den Überblick zu behalten
Um eine optimale Wirkung der Arzneimitteltherapie zu erzielen, ist es oft nicht
egal wann die einzelnen Medikamente eingenommen werden. „Der Körper
verträgt einige Arzneimittel zu bestimmten Tageszeiten besser und auch die
Nebenwirkungen können reduziert werden, wenn die Einnahme an den
biologischen Rhythmus des Körpers angepasst werden, erklärt Apotheker
Schmitt. Auch der genaue Einnahmezeitpunkt spielt für die optimale
Wirkung eine entscheidende Rolle. „Während der Körper manche Arzneistoffe
am besten im nüchternen Zustand aufnimmt, heißt es für andere, sie wegen
ihrer magenreizenden Wirkung zusammen mit einer Mahlzeit zu schlucken“,
sagt Schmitt und empfiehlt: „Wenn Sie unsicher sind, wann Sie Ihre
unterschiedlichen Medikamente einnehmen sollen, hilft Ihnen ein
Medikamentendosierer mit Tages- oder Wochenunterteilungen, bei dem Sie
sehen, wann Sie die einzelnen Medikamente nehmen müssen und ob Sie eine
Dosis schon eingenommen haben.“ Wahlweise gibt es diese
Medikamentendosierer auch mit Erinnerungsalarm.

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