Apotheker in Bayern raten: Händewaschen und Abhärtung schützen vor Erkältung

19.10.2018 09:38

München, den 19. Oktober 2018 – Wer sich vor einer Erkältung schützen will, sollte sich mehrmals täglich die Hände waschen. „Wichtig ist, dass man die Hände eine halbe Minute lang einseift, auch zwischen den Fingern. Die Verwendung von Desinfektionsmittel ist meist nicht nötig“, sagt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern. Die Auslöser von Erkältungen sind in der Regel Viren. Sie werden über Gegenstände übertragen, die von vielen Menschen berührt werden, etwa Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Treppengeländer. Händewaschen unterbricht diesen Infektionsweg. Die Hände sollten das Gesicht außerdem möglichst wenig berühren, um die Viren von Mund, Nase und Augen fern zu halten.


Vor Husten, Schnupfen und Heiserkeit schützt ein intaktes Immunsystem.
„Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundvoraussetzung für die ausreichende Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Stoffen“, erklärt Schmitt. In frischem Obst und Gemüse sind neben Vitaminen auch andere Substanzen enthalten, die den Körper gegen Erkältungen stark machen. Besonders wichtig sind Vitamin C, aber auch die Vitamine E und A sowie das Mineral Zink. Außerdem sollte man auch im Herbst und Winter auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten. „Wer wenig trinkt ist anfälliger für Krankheiten, warnt Apotheker Schmitt. Am besten eignen sich Getränke wie Kräutertees oder Mineralwasser.


Richtiges Heizen und Stoßlüften
Auch wenn es viele Menschen jetzt drinnen kuschelig-warm mögen: Heizungsluft in Büros und Wohnungen trocknet die Schleimhäute aus. Dies erleichtert den Erkältungsviren in den Körper einzudringen. In geschlossenen Räumen kann die Zahl der Viren zudem leicht ansteigen. Apotheker Schmitt rät deshalb: „Das Büro oder die Wohnung drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten durchlüften, das sorgt für ein gesundes Raumklima. Idealerweise sollte die Raumtemperatur im Winter nicht über 19 bis 20 Grad liegen.“

Bewegung an der frischen Luft und Kneipkuren
Abhärten kann man sich mit äußerlichen Wasseranwendungen. „Kalt-warme Wechselduschen kosten Überwindung, regen aber die Abwehrkräfte an. Aufhören sollte man immer mit einem kalten Guss, das löst die wichtige Erwärmungsreaktion aus. Wer davor zurückschreckt, sich von Kopf bis Fuß kalt-warm zu duschen, kann sich auf die Arme oder Unterschenkel beschränken“, so Schmitt. Auch ein Spaziergang bei kaltem Wetter stärkt die Abwehrkräfte. Man sollte sich aber gut in Schal und Mütze einpacken, damit der Körper nicht zu stark auskühlt. Wer noch mehr für seine Abwehrkräfte tun will: In der Apotheke gibt es pflanzliche Medikamente, die die Abwehrkräfte steigern und vorbeugend eingenommen werden. Hier sind allerdings die Auswahl des Präparates und die richtige Einnahme besonders wichtig. „Jeder sollte sich deshalb unbedingt vor der Einnahme in der Apotheke vor Ort beraten lassen“, empfiehlt Apotheker Schmitt.