Kleine Verletzungen richtig behandeln - Apotheker in Bayern geben Tipps bei sogenannten Bagatellverletzungen

04.08.2015 09:21

München, den 4. August 2015 Endlich Ferien – endlich Zeit um im Schwimmbad zu toben, mit dem Fahrrad oder dem Skateboard zu fahren und auf dem Fußballplatz alle Tricks auszuprobieren. Mit den Aktivitäten steigt aber auch die Zahl der „kleinen Verletzungen“ wie Schürfwunden, Prellungen oder Platz- und Kratzwunden. Um Infektionen oder Narbenbildung zu vermeiden, gibt Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern einige wichtige Tipps, wie diese „Bagatellverletzungen“ richtig behandelt werden.


Wunde reinigen und desinfizieren
Schmitt: Eine wichtige Voraussetzung bei jeder Art von Verletzung ist die Hygiene. Nur unter möglichst keimfreien Bedingungen haben Bakterien und andere Krankheitserreger keine Chance, durch die Wunde in den Körper zu gelangen und für Entzündungen zu sorgen.
Deshalb ist es wichtig, dass die Wunde immer zuerst gereinigt und desinfiziert wird. Anschließend können Sie sie mit einer Wundsalbe versorgen und am Schluss bei Bedarf mit einem Pflaster oder Wundverband abdecken


Prellungen kühlen
Schmitt: Prellungen und blaue Flecken sind normalerweise keine offenen Verletzungen, so dass hier keine Desinfektion nötig ist. Hier ist es aber wichtig, dass die Verletzung schnell gekühlt wird. Die Kühlelemente dürfen dabei aber nicht direkt auf die Haut gelegt werden, da es sonst leicht zu Erfrierungen kommen kann.


Bei größeren Verletzungen oder fehlendem Tetanusschutz zum Arzt
Schmitt: Generell gehören großflächige Verletzungen, tiefe und stark blutende Wunden sowie starke Prellungen und große Blutergüsse in ärztliche Behandlung. Deshalb sollten Sie einen Arzt rufen
1. bei starken Schmerzen, oder vermindertem Gefühl in Armen oder Beinen
2. bei eingeschränkter Beweglichkeit
3. bei Verletzung am Kopf, Bissverletzungen oder schweren Verbrennungen
4. bei fehlendem Tetanusschutz

Apotheker kontrollieren Impfschutz
Schmitt: Eine Tetanusimpfung kann lebensrettend sein, deshalb sollten alle Kinder gegen Tetanus geimpft sein. Wenn sich Eltern nicht sicher sind, ob ein ausreichender Impfschutz vorliegt, können sie gerne mit dem Impfausweis in die Apotheke kommen und dort den Impfstatus überprüfen lassen.


Notdienstapotheken finden Sie per Handy einfach unter 22 8 33
Schmitt: Wer im Fall der Fälle nicht die richtigen Erste-Hilfe-Materialien zu Hause hat, findet auch in den Ferien im Landkreis Passau immer eine dienstbereite Apotheke: Per Handy kann man einfach die 22 8 33 anrufen und die Postleitzahl angeben. Zu Hause kann man die nächsten diensthabenden Apotheken unter der kostenfreien Festnetznummer 0800 00 22 8 33 oder im Internet unter www.aponet.de/notdienst finden. Auch viele Tageszeitungen informieren über den Apothekennotdienst. Zudem hängt in jedem Apothekenschaufenster eine Liste der nächsten dienstbereiten Apotheken aus.

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