Kleiner Pieks – große Wirkung

12.05.2015 09:17

Kleiner Pieks – große Wirkung
Apotheker in Bayern kontrollieren Impfausweis und beraten zu Impfungen


München, den 12. Mai 2015 Impfen zählt zu den effektivsten Vorbeugemaßnahmen der modernen Medizin. Deshalb sind Krankheiten wie Kinderlähmung, Tetanus, oder Diphterie so selten geworden, dass sie die meisten Menschen gar nicht mehr kennen. Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern gibt aber zu bedenken: „Auch wenn wir diese Infektionskrankheiten im täglichen Leben kaum noch sehen, ist die Gefahr keineswegs gebannt.“ Wer unsicher ist, welche Impfung nötig ist, kann sich in den Apotheken in Bayern informieren. Die Apotheker in Bayern kontrollieren die Impfausweise, sprechen mit den Verbrauchern über Für und Wider der jeweiligen Impfung und geben Tipps, wer sich wann gegen welche Krankheit impfen lassen sollte. Die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sehen Impfungen gegen 13 verschiedene Erreger bzw. Erregergruppen vor, die unsere Kinder bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erhalten sollen.


Warum sollte man sich überhaupt impfen lassen? Oft ist doch zu hören, dass es besser ist, eine Krankheit durchzumachen? Und – ganz risikolos ist so eine Impfung ja auch nicht!
Apotheker Schmitt: Nur weil viele dieser Infektionskrankheiten im Kindesalter auftreten, werden sie oft verniedlichend als „Kinderkrankheiten" angesehen. Experten sind sich aber sicher, dass Erkrankungen wie Masern, Röteln oder Mumps keineswegs harmlos sind. Deshalb sind regelmäßige Schutzimpfungen für Kinder und Erwachsene sehr wichtig. Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass schwere Nebenwirkungen, so genannte Impfschäden, sehr selten sind. Im Vergleich zum möglichen schweren Verlauf dieser Erkrankungen, ist das Risiko durch die Impfung sehr viel niedriger.

Manche Eltern befürchten, dass Impfungen die Entwicklung des Immunsystems ihres Kindes verhindern. Ist die Befürchtung gerechtfertigt?
Apotheker Schmitt: Dem steht entgegen, dass nur gegen einzelne Krankheitserreger geimpft wird. Es bleiben noch genug Erreger übrig, mit denen sich der Organismus auseinander setzen muss. Ein anderes Vorurteil gegen Impfungen geht genau in die andere Richtung: hier wird eine vermeintliche Überforderung des Immunsystems befürchtet. Dagegen spricht, dass der Körper gleichzeitig mit vielen Angreifern fertig werden kann.


Oft wird darauf hingewiesen, dass vor allem junge Erwachsene ihren Impfstatus kontrollieren lassen sollen. Warum gerade die?
Apotheker Schmitt: Kaum ein Impfschutz hält ein Leben lang und kaum einer schützt für immer mit einer einzigen Impfdosis. Viele Impfungen müssen nach einem gewissen Zeitraum aufgefrischt werden. Da die ersten Impfungen meist im Säuglingsalter erfolgen, ist es gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wichtig, die Impfausweise zu kontrollieren, ob alle Standardimpfungen vollständig vorliegen. Außerdem gibt es Impfungen, die erst im Jugendalter geimpft werden können.

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