Reisen mit Kindern – die Apotheker im Landkreis Deggendorf geben Tipps

22.07.2015 11:43

München, den 22.7.2015 Die Sommerferien stehen vor der Tür – für viele Familien heißt es nun: Ab in den Urlaub. Doch vor allem wer mit Kindern unterwegs ist, sollte rechtzeitig vor Urlaubsbeginn auch an die Reiseapotheke denken: „Denn“, so Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern, „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – und Reiseprofis erst recht nicht. Sie reagieren auf Klimawechsel, fremde Umwelteinflüsse und unbekanntes Essen oft viel empfindlicher als Erwachsene.“ Grundsätzlich gilt: Je länger der Urlaub dauert, je weiter das Reiseziel entfernt ist und je jünger das Kind ist, desto intensiver sollten die Vorbereitungen sein.


Apotheker Dr. Schmitt rät, die wichtigsten Medikamente schon daheim zu besorgen: „Das kann viel Stress im Urlaub ersparen. Apotheken sind im Ausland oft nicht einfach zu finden, Medikamente haben manchmal andere Namen oder sind dort gar nicht erhältlich.“
In jede Reiseapotheke für Kinder gehören Pflaster, Mull- und elastische Binden, Fieberthermometer, Medikamente gegen Schnupfen und Ohrenschmerzen, Durchfall, Verstopfung und Reisekrankheit, Sonnenbrandcreme, Wundsalbe, Insektenschutz- und Desinfektionsmittel. Über einzelne Produkte können die Apotheker beraten.
Zumindest vor Tropenreisen sollte eine gründliche ärztliche Untersuchung, wie sie auch bei Erwachsenen empfohlen wird, auch für Kinder selbstverständlich sein. Nur so sind mögliche Spätfolgen für Kinder auszuschließen. Bei der Beschaffung von Impfstoffen und eventuellen Tropen-Medikamenten hilft die Apotheke.
Apotheker Dr. Schmitt: „Grundsätzlich empfehle ich, die Telefonnummer Ihres Kinderarztes oder Ihres Apothekers mit in den Urlaub zu nehmen, denn vieles lässt sich am Telefon klären. Bei Sprachproblemen am Urlaubsort können Sie sich vom Arzt oder Apotheker daheim zusätzlich Rat holen.“

Kinder benötigen einen hohen Sonnenschutz
Kinderhaut ist aufgrund ihrer physiologischen Eigenschaften extrem sonnenempfindlich. Nur drei Sonnenbrände im Kindesalter steigern das spätere Hautkrebsrisiko um das Vier- bis Fünffache. Apotheker Dr. Schmitt: „Kinder dürfen daher niemals ohne Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor ab 25) in die Sonne. Selbst wasserfeste Sonnenpräparate sollten Sie nach dem Baden und Abtrocknen erneut auftragen.“ Nehmen Kinder Medikamente ein, so muss vor dem Gang in die Sonne abgeklärt werden, ob diese nicht möglicherweise die Lichtempfindlichkeit erhöhen und unerwünschte Hautreaktionen hervorrufen können.

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