Rezepturen: Arznei nach Maß aus der Apotheke - Apotheker in Bayern fertigen Arzneimittel vor allem für Kinder und beraten zu deren Anwendung

04.02.2015 09:06

München, den 3. Februar In der Apotheke hergestellte Medikamente werden genau auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Vor allem Kinder brauchen Arzneimittel, die an das geringe Körpergewicht und andere Besonderheiten des kindlichen Organismus angepasst sind. Da industriell hergestellte Medikamente meist nicht in allen benötigten Dosierungen verfügbar sind, sind die von den Apothekern individuell angefertigte Rezepturen besonders in der Kinderheilkunde unersetzbar. „Rezepturen sind auch heute noch unersetzlich, denn sie ergänzen das Sortiment der industriell hergestellten Präparate. Wir Apotheker können Rezepturen anfertigen, bei denen die Hilfsstoffe und die Dosierung auf das Kind abgestimmt sind“, so Apotheker Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern.

Apotheker stellen für Kinder vor allem Kapseln, Säfte und Hautcremes oder Salben her: „Die Haut von Kindern unterscheidet sich deutlich von der eines Erwachsenen. Bei großflächiger Anwendung oder bei der Anwendung im Windelbereich kann es zu einer unerwünschten Aufnahme eines Wirkstoffs in den Körper kommen. Relevant ist dies zum Beispiel bei Cremes mit Kortison“, erklärt Apotheker Schmitt. „Hier braucht es Produkte, die genau auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sind.“

Apotheker beraten zur richtigen Anwendung
Gerade bei hochwirksamen Individualrezepturen beraten die Apotheker zur richtigen Anwendung und geben den Eltern soweit nötig auf das Alter abgestimmte Dosierungshilfen mit: „Säfte und andere Flüssigkeiten mit stark wirksamen Inhaltsstoffen sollten auf keinen Fall mit dem Esslöffel abgemessen werden. Auch Dosierbecher oder -löffel sind oft zu ungenau. Am besten geeignet sind Dosierspritzen, mit denen auch kleine Mengen genau abgemessen werden können, so Pressesprecher Schmitt.

Die Qualität der Rezepturen wird überprüft
Apotheker tragen bei der Herstellung von Spezialrezepturen ein hohes Maß an Verantwortung, deshalb verlässt kein Produkt die Apotheke ohne Qualitätskontrolle: Schmitt: „Wir Apotheker müssen für jedes Präparat ein Herstellungsprotokoll anlegen. Außerdem prüfen wir vor jeder Rezeptur, ob die verordnete Dosierung plausibel ist und ob sich alle verordneten Substanzen miteinander verarbeiten lassen. Sind Probleme zu erwarten, halten wir mit dem Arzt Rücksprache und schlagen ihm Alternativen vor. So ist gesichert, dass alle Patienten ein wirksames Arzneimittel erhalten, mit dem das vom Arzt festgelegte Therapieziel erreicht werden kann.“

Wir verwenden Cookies, um die Funktionalität dieser Webseite zu verbessern. Um ein optimales Resultat zu erreichen stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Informationen