Viel trinken, leichte Kost, luftige Kleidung

17.08.2012 13:19

Apotheker in Bayern geben Tipps fürs Arbeiten bei Hitze

Draußen ist das beste Bade­wetter und im Büro steht die Luft. Trotzdem ist Arbeit­nehmern ein „Hitzefrei“ wie zu Schulzeiten auch bei über 30 Grad nicht vergönnt. „Neben sommer­licher Kleidung tragen auch richtiges Essen und Trinken zum körperlichen und geistigen Wohl­befinden bei“, sagt Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern und gibt einige Tipps wie Sie einen Arbeitstag bei sommer­lichen Temperaturen erträglich gestalten.

Rechtzeitig und ausreichend Flüssigkeit trinken

Im Sommer steigt die Gefahr von Kreis­lauf­beschwerden durch unzureichende Flüssigkeits­zufuhr. Apotheker Schmitt erklärt warum: „Bei Hitze muss der Körper Schwitzen. Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Flüssigkeit, sondern auch lebens­wichtige Mineralstoffe. Werden dann Flüssigkeit und Mineral­stoffe nicht regelmäßig ersetzt, nimmt die Leistungs­fähigkeit ab, es kann zu Schwindel­gefühl, Durch­blutungs­störungen oder Muskel­krämpfen kommen und im schlimmsten Fall bricht der Organismus zusammen.“

Gerade bei körperlich anstrengender Arbeit, wenn der Körper über eine längere Zeit viel Wasser und Mineralstoffe mit dem Schweiß verliert, ist es deshalb sehr wichtig auf ausreichende und richtige Flüssigkeits­zufuhr zu achten: Apotheker Schmitt: „Die Faustregel für jeden Menschen lautet: Mindestens 2 Liter sollten pro Tag getrunken werden, bei Hitze oder schweiß­treibenden Tätigkeiten dürfen Sie ruhig 3 Liter und mehr trinken. Ein gesunder Mensch braucht keine Bedenken zu haben, dass er zu viel Flüssigkeit aufnimmt - die nicht benötigte Menge wird wieder ausgeschieden.“

Die besten Getränke sind Mineral­wasser, Frucht­saft­schorlen oder Kräuter- und Früchtetees. Auch wasserreiches Obst und Gemüse wie zum Beispiel Melonen, Tomaten und Gurken tragen zur Deckung des Flüssigkeits­bedarfs bei. Limonaden und Cola-Getränke sind aufgrundihres hohen Zucker- und Energie­gehaltes zum Durstlöschen ungeeignet.

Leichte, vitaminreiche Kost belastet den Kreislauf am wenigsten

Schwer verdauliche, fettreiche oder üppige Mahlzeiten liegen schwer im Magen. Apotheker Schmitt rät deshalb zu leichten Kohlen­hydraten, viel Obst, Salat und frisches Gemüse: „Insbesondere im Sommer ist die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – „Fünf am Tag“ - besonders einfach in die Tat umzusetzen.“ „Fünf am Tag“, dahinter verbirgt sich die Regel, fünfmal am Tag frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und anstelle von wenigen großen und kalorien­reichen Mahlzeiten lieber fünf kleinere über den ganzen Tag verteilt zu essen.

An Sonnenschutz denken, wenn man im Freien arbeitet und Haut richtig pflegen

Personen, die im Freien arbeiten, sollten sich besonders vor UV-Strahlung schützen: Oft reicht selbst eine Sonnencreme mit hohem Licht­schutz­faktor allein nicht aus, um Hautschäden vorzubeugen. „Der beste Sonnenschutz ist die Kleidung“, sagt Apotheker Schmitt, „und den Kopf sollten Sie immer mit einer Kappe oder einem Hut bedecken.“

Nach Belastung durch die Sonne braucht die Haut vor allem Feuchtigkeit. Die liefern etwa After-Sun-Präparate, die Feucht­halte­faktoren wie Vitamin E oder Hyaluronsäure enthalten. „Empfehlens­wert sind auch Produkte mit Reiz lindernden und beruhigenden Zusätzen wie Hamamelis“, so Apotheker Schmitt. Wer trotz aller Vorsicht einen Sonnenbrand bekommen, sollte die die verbrannte Haut mit kaltem Wasser oder einem nassen Handtuch kühlen und anschließend ein Mittel gegen Sonnenbrand auftragen.

Kurze Erfrischung mit kaltem Wasser

„Für die schnelle Abkühlung zwischendurch können Sie kaltes Wasser über die Innenseite der Hand­gelenke laufen lassen oder noch besser ein kaltes Unter­arm­bad nehmen.“, rät Apotheker Schmitt. „Durch den Kältereiz werden die Gefäße wenigstens für kurze Zeit enger gestellt - der Kreislauf wird wieder gestärkt.“

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