Wichtig für Senioren: Vor der Reise in der Apotheke fragen

01.08.2014 13:01

München, den 1. August 2014 Gerade für Senioren empfiehlt es sich, vor einer Reise eine intensive reisemedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen: „Senioren haben auf Reisen einiges mehr zu berücksichtigen als junge Menschen“, sagt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern, „denn ihr Körper reagiert oft anders. Er ermüdet leichter und die körpereigene Abwehr ist meist nicht mehr voll leistungsfähig. Außerdem nehmen die meisten Senioren regelmäßig Medikamente ein. Auch hier gibt es einiges zu beachten.“

Durchfall ist Reisekrankheit Nummer eins
Durchfall ist eine der häufigsten Reiseerkrankungen. Deshalb gehören in jedem Fall in die Reiseapotheke älterer Urlauber Mittel, die einen Durchfall schnell stoppen können. Schmitt: „Für Durchfallerkrankungen gibt es unterschiedliche Wirkstoffe, deshalb ist es wichtig, dass Sie sich in der Apotheke individuell beraten lassen.“ Auch die Mitnahme eines Antibiotikums (rezeptpflichtig) kann sinnvoll sein, darüber sollten Reisende mit ihrem Arzt sprechen. Zusätzlich sollten gerade ältere Menschen Elektrolytlösungen im Reisegepäck haben, um im Falle eines Falles den Verlust von Mineralstoffen ausgleichen zu können. Auslöser für Durchfall sind oft schlechte hygienische Verhältnisse. „Als Faustregel sollten Sie deshalb alle Lebensmittel meiden, die nicht gekocht oder geschält sind. Auch Eiswürfel werden meist aus Leitungswasser hergestellt und sollten ebenso wie Speiseeis vermieden werden“, rät Apotheker Schmitt.

Wie sollte man die Reiseapotheke transportieren und lagern?
Die Reiseapotheke gehört grundsätzlich (zumindest teilweise) ins Handgepäck, denn Koffer können verloren gehen. Apotheker Schmitt: „ Auf Umkartons können Sie bei vielen Medikamenten aus Platzgründen verzichten. Wichtig ist nur, dass Sie immer den Beipackzettel mitnehmen.“

Telefonnummer des Arztes und der Apotheke mitnehmen
Wer dauerhaft Medikamente benötigt, sollte die Telefonnummern seines Arztes und seiner Apotheke in den Reiseunterlagen mitnehmen. Schmitt: „Die Apothekerin oder der Apotheker in Deutschland kann Sie im Notfall, etwa bei Verlust des Koffers, darüber
informieren, wie Sie möglicherweise Ersatz für ihre Dauermedikamente bekommen.“ Auch eine Liste mit den internationalen Wirkstoffnamen im Reisegepäck hilft dabei, im Ausland ein vergleichbares Präparat zu finden.

Achtung vor gefälschten Medikamenten am Urlaubsort
Ganz wichtig für alle, die regelmäßig Medikamente einnehmen: „Besorgen Sie sich rechtzeitig ausreichende Vorräte. Kaufen Sie keine Medikamente im Urlaubsland – auch wenn sie noch so billig erscheinen! Das könnten lebensgefährliche Schnäppchen sein. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit etwa zehn Prozent der Arzneimittel gefälscht sind. „Deshalb sollten Sie gerade Medikamente, die Sie ständig brauchen, unbedingt in ausreichender Menge dabei haben“, rät Apotheker Schmitt.

Reiseberatung in der Apotheke
Immer mehr Apotheken bieten ihren Patienten als Zusatzleistung eine Reiseberatung an: Die heilberufliche Reiseberatung geht auf die individuellen Bedürfnisse des Reisenden ein, nicht nur allgemein auf das Reiseland. Zu einer Reiseberatung gehören laut Apotheker Schmitt auch eine Reise-Impfberatung und die Empfehlung einer ärztlich verordneten Malariaprophylaxe.

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