Berufsaussichten für Apothekerinnen und Apotheker weiterhin hervorragend Bis 2029 droht gravierender Personalengpass mit bis zu 10.000 unbesetzten Stellen

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Hervorragende Berufsaussichten mit einer Vollbeschäftigungs-Garantie für Pharmazie-Studierende, zugleich aber auch ein stetig zunehmender Fachkräftemangel in den Apotheken. Das sind die Ergebnisse einer Berechnung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die einen deutlichen Ausbau des Angebots an Pharmaziestudienplätzen in der Bundesrepublik fordert. Ansonsten drohe ein gravierender Personalengpass mit bis zu 10.000 unbesetzten Stellen im Jahr 2029.

Im Jahr 2019 waren rund 67.000 Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland berufstätig. Das entspricht einem Zuwachs um mehr als 9200 Arbeitsplätze oder 16 Prozent binnen zehn Jahren. Für das Jahr 2029 prognostiziert die ABDA einen Bedarf von bis 28.400 Vollzeitstellen. Wird der Beruf wie bisher in starkem Maße in Teilzeit ausgeübt, sind sogar bis zu 33.000 zusätzliche Apothekerinnen und Apotheker erforderlich, um die Arzneimittelversorgung in der bewährten Qualität sicherzustellen. Weil bis zum Jahr 2029 aber voraussichtlich nur 20.000 bis 23.000 neue Apothekerinnen und Apotheker approbiert werden, fehlen aber gut 10.000 Fachkräfte, im Worst-Case der ABDA sogar 13.000 Fachkräfte.

Apothekerberuf gilt seit Jahren als Mangelberuf

Bereits seit vielen Jahren wird der Apothekerberuf in der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesanstalt für Arbeit als Mangelberuf ausgewiesen. Deshalb haben die 34 Apothekerkammern und Apothekerverbände ihre Bemühungen zur Nachwuchsgewinnung in den letzten Jahren massiv ausgebaut – so auch die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK).

Um Apothekerin oder Apotheker zu werden, muss man Pharmazie studieren und das Studium mit einer Approbation beenden. Die Zahl der Studienplätze ist begrenzt. In den letzten Jahren kamen auf einen Studienplatz im Durchschnitt zwei Bewerberinnen oder Bewerber. Nach Abschluss des anspruchsvollen und vielseitigen Pharmaziestudiums stehen viele Türen offen: Neben öffentlichen Apotheken fragen auch Krankenhäuser und die pharmazeutische Industrie die Absolventinnen und Absolventen am Arbeitsmarkt nach.

Der Bedarf an Pharmazeutinnen und Pharmazeuten steigt in den nächsten Jahren insbesondere auch deshalb an, weil der erhöhte Informations- und Beratungsbedarf in den Apotheken mehr Personal erfordert und in den Krankenhäusern neue Stellen für Stationsapothekerinnen und -apotheker geschaffen werden.

Overwiening: Auch auf die Rahmenbedingungen kommt es an

„Nachwuchswerbung allein hilft aber nicht, wenn nicht endlich an den Hochschulen des Landes weitere Studienplätze bereitgestellt werden und zusätzliche Pharmazie-Standorte geschaffen werden“, sagt ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening. „Der hohe Bedarf an Apothekerinnen und Apothekern stellt alle Arbeitgeber bereits jetzt vor große Herausforderungen."

Die öffentlichen Apotheken hätten den Vorteil, dass Approbierte hier nicht nur als Angestellte oder in der Filialleitung, sondern perspektivisch auch als Inhaberin oder Inhaber tätig werden können. "Daher sind auch Rahmenbedingungen wichtig, die junge Menschen ermuntern, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen“, so Overwiening.

Hierbei handelt es sich um eine Pressemitteilung der ABDA.

ABDA-Originalmeldung

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