Sommerzeit ist Sportzeit Apothekerinnen und Apotheker in Bayern geben Tipps

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Bei den Olympischen Spielen in Tokio zeigen Athletinnen und Athleten aus aller Welt ab dem kommenden Freitag, 23. Juli sportliche Höchstleistungen. Wer sich als Freizeitsportlerin oder Freizeitsportler jetzt angespornt fühlt, selbst aktiv zu werden, für diejenigen haben die Apothekerinnen und Apotheker aus Bayern einige wertvolle Tipps parat.

„Regelmäßiges, moderates Ausdauertraining wie Walken, Schwimmen, Radfahren oder Joggen kann Krankheiten wie Bluthochdruck, Arthrose oder Diabetes vorbeugen“, sagt Dr. Volker Schmitt, Geschäftsführer der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK). „Außerdem baut Bewegung Stress ab und fördert die Durchblutung des Gehirns. Dadurch kann das Risiko für Krankheiten wie Depressionen, Migräne und Alzheimer verringert werden.“

Um beim Sport kein gesundheitliches Risiko einzugehen, empfiehlt Dr. Volker Schmitt allen sportlichen Anfängerinnen und Anfängern sowie Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen und Raucherinnen und Rauchern, vor dem ersten Training einen ärztlichen Check-up durchführen zu lassen.

Während des Sports regelmäßig und richtig trinken

„Um beim Sport Leistungseinbrüche zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie ausreichend trinken und dabei dem Körper die Mineralstoffe und Spurenelemente wieder zuführen, die er beim Schwitzen verliert. Bereits unter normalen Bedingungen scheidet der Körper zweieinhalb Liter Wasser täglich aus – bei Hitze und Anstrengung entsprechend mehr. Wird die Flüssigkeit nicht regelmäßig ersetzt, nimmt die Leistungsfähigkeit ab und im schlimmsten Fall bricht der Organismus zusammen“, erklärt Dr. Volker Schmitt.

Allerdings eignen sich nicht alle Getränke gleich gut für die Regeneration des Wasserhaushalts. Bei mittlerer Belastungsdauer rät Dr. Volker Schmitt zu stillem Mineralwasser und Schorle als schnellstmöglichem Flüssigkeitsersatz. Fruchtsäfte und Süßgetränke wie Cola, Limonade, Eistee oder sogenannte „Energydrinks“ haben hingegen einen zu hohen Zuckergehalt und sind als Sportgetränke ungeeignet.

Sonnenschutz nicht vergessen

Auch beim Joggen, Tennis oder Radfahren müssen Sportlerinnen und Sportler unbedingt auf Sonnenschutz achten. „Welchen Lichtschutzfaktor man braucht, hängt von der Sonnenempfindlichkeit der Haut und der Intensität der Sonnenstrahlung ab“, so Dr. Volker Schmitt und ergänzt: „Generell rate ich Sportlerinnen und Sportlern zu Mitteln mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor. Und auftragen sollte man die Sonnencreme mindestens 20 Minuten, bevor man in die Sonne geht.“

Verletzungen nach der PECH-Regel behandeln

„Leider geht es beim Sport nicht immer ohne Verletzungen ab, deshalb sollten Sportlerinnen und Sportler eine kleine Notfallapotheke immer dabeihaben“, sagt Dr. Volker Schmitt.

Sportverletzungen wie zum Beispiel Verstauchungen versorgt man am besten nach der PECH-Regel: P steht für Pause, E für Eis oder Kühlen. C kommt vom englischen Ausdruck Compression für Kompression und H vom Hochlagern. Ist die Haut verletzt, muss die Wunde immer zuerst gereinigt und desinfiziert werden. Anschließend kann sie mit einer Wundsalbe versorgt und am Schluss bei Bedarf mit einem Pflaster oder Wundverband abgedeckt werden. Generell gehören großflächige Verletzungen, tiefe und stark blutende Wunden sowie starke Prellungen und große Blutergüsse in ärztliche Behandlung.

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