Rückblick auf turbulentes Jahr: Info-Veranstaltung für Delegierte Benkert dankt bayerischen Apothekerinnen und Apothekern für exzellenten Einsatz

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Wegen der abermals rasanten Ausbreitung des Coronavirus konnte die ursprünglich für den gestrigen 18. November 2020 terminierte Delegiertenversammlung der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK) nicht stattfinden. Stattdessen informierte die Kammer in einer Web-Konferenz die Delegierten über aktuelle Themen. Mehr als 60 Delegierte nahmen teil und nutzten die Plattform für rege Diskussionen.

BLAK-Präsident Thomas Benkert blickte auf ein turbulentes Jahr 2020 zurück. Es war aus Sicht des Berufsstandes geprägt von Herausforderungen wie der Anbindung an die Telematikinfrastruktur, der Insolvenz des Apothekenrechenzentrums AvP und vor allem der Corona-Pandemie. Benkert dankte bei dieser Gelegenheit erneut den Apothekerinnen und Apothekern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den bayerischen Apotheken für Ihren außergewöhnlichen und vorbildlichen Einsatz: „Ihnen allen ein herzliches Vergelt`s Gott“, sagte Benkert. „Sie haben wirklich Exzellentes geleistet.“

Flexiblere Öffnungszeiten kommen sehr gut an

Der Dank des Präsidenten schloss ausdrücklich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BLAK-Geschäftsstelle mit ein. „Sie hatten einen gigantischen Mehraufwand zu leisten“, so Benkert. So kompensierten die Abteilungen für Fortbildung und Weiterbildung den Ausfall von Präsenzveranstaltungen wegen der Pandemie durch eine Fülle zusätzlicher Web-Seminare und anderer web-basierter Veranstaltungen. Dieses Angebot erfahre großen Zuspruch, so Benkert. Die seit 2. November 2020 erneut und zunächst bis 18. April 2021 geltende Allgemeinverfügung der BLAK ermöglicht den bayerischen Apotheken flexiblere Öffnungszeiten. „Wie ich höre, kommt das bei den Kolleginnen und Kollegen sehr gut an“, kommentierte der BLAK-Präsident.

Benkert bot sodann einen Überblick über zunächst befristete Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung und ihre Aussicht auf dauerhafte Einführung. Diese sei beispielsweise in Arbeit beim Aut-simile-Austausch im Notdienst und bei Versorgungsengpässen. Äußerst hilfreich seien in diesem Zusammenhang die Äquivalenzdosistabellen der Bundesapothekerkammer (BAK), gerade auch für die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhausapotheken. Das Ziel, einen Teil der Wirkstoffproduktion nach Europa zurückzuholen, müssen demgegenüber auf europäischer Ebene gelöst werden.

Erreicht wurde in der Corona-Krise der Einstieg in die Botendienst-Vergütung. Diese ist mit dem inzwischen vom Bundestag verabschiedeten Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) nun dauerhaft gesetzlich verankert.

Ringen um umfassende Gleichpreisigkeit bleibt auf der Agenda

Die Verabschiedung des VOASG wertete Benkert insofern als wichtigen Erfolg, weil das Ziel der Gleichpreisigkeit für die Gesetzliche Krankenversicherung erreicht wurde. Leider gelte das trotz erheblicher Anstrengungen nicht für privat Krankenversicherte und Selbstzahler. „Das ist sehr bedauerlich und sehr betrüblich“, so Benkert. „Herr Spahn hat sein Versprechen nicht gehalten, für eine umfassende Gleichpreisigkeit zu sorgen.“ Der Kampf dafür bleibe selbstverständlich auf der Agenda für die Zukunft, stellte der BLAK-Präsident klar.

Als Erfolg sei zu verbuchen, dass das Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) ein erweitertes Makelverbot nicht mehr nur für Heilberuflerinnen und Heilberufler, sondern auch für Dritte enthalte. Leider sei die von den Berufsvertretungen geforderte technologische Schranke beim Makelverbot im Gesetz nicht berücksichtigt worden.

Als Baustellen für die kommenden Monate nannte Benkert – neben dem fortdauernden Einsatz für eine umfassende Gleichpreisigkeit und dem Umgang mit den durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen – die angestrebte Änderung der Approbationsordnung und die Etablierung von Stationsapothekerinnen und -apothekern in den Krankenhäusern. Für beide Ziele seien die Voraussetzungen auf Bundesebene zu schaffen.

Fortschritte in der Beratungsqualität

BLAK-Vizepräsidentin Dr. Sonja Mayer informierte die Delegierten über die bisherigen Ergebnisse der AG Ausbildungsapotheke und gab einen aktuellen Sachstandsbericht zur pharmazeutischen Beratungsqualität. Besonders erfreulich sei dabei, dass in dem Testkauf-Szenario „Schmerzmittel Kind“ aus den Jahren 2019 und 2020 „alle 644 getesteten Kolleginnen und Kollegen die pharmazeutische Problemstellung gelöst haben“.

BLAK-Präsident Thomas Benkert während der Info-Veranstaltungen für die Delegierten am 18. November 2020.
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